Hochbetrieb am Badesee

Der Strand vor der Haustür

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Für ungetrübten Badespaß wird die Wasserqualität alle zwei Wochen kontrolliert und weist stets eine ausgezeichnete Qualität auf.

Nieder-Roden - Die Sonne strahlt, im Sand liegen Handtücher, kleine Radios dudeln – bei den großartigen sommerlichen Temperaturen herrschte auch am Badesee Hochbetrieb. Dort genießen tausende Menschen das warme Wetter und die kleine Abkühlung im Wasser.

Am vergangenen Freitag, dem wohl heißesten Tag der Badesaison, durften die Badegäste das erste Mal eine Stunde länger bleiben und damit sogar den Sonnenuntergang vom Wasser aus bestaunen. Die längere Öffnungszeit kam bei den Besuchern gut an. Beim Verlassen des Strandbades bedankten sich viele ausdrücklich bei den Bademeistern und der Kasse für das besondere Erlebnis. „Macht das bloß öfter, das war total toll“, so die häufig geäußerte Bitte. Die Beachvolleyball-Felder waren bis zuletzt in Benutzung, die Liegeflächen in Gras und Sand bis zum Ende gut gefüllt.

Für die Sicherheit der Badegäste sorgen Strandaufsicht und Rettungsschwimmer. Sie achten vorrangig auf das Wasser, sind jedoch auch an Land der erste Ansprechpartner bei kleinen Unfällen. Wespenstiche werden ebenso sorgsam behandelt wie aufgeschlagene Knie von spielenden Kindern und andere Verletzungen. Auch Badegäste mit hitzebedingten Kreislaufproblemen finden schnelle Hilfe. Die meisten Unfälle passieren an Land, erklären die Retter, die an einem gut besuchten Freitag mit zehn Helfern wachsame Augen auf die Badegäste haben.

Tragische Unfälle, wie sie vereinzelt immer wieder vorkommen, seien bei aller Vorsorge leider unvermeidbar. Der Badesee bleibe ein Gewässer mit einer Tiefe von bis zu 30 Metern, dessen müsse man sich bewusst sein. Aber eine Gefahr durch Strudel, wie immer wieder zu hören sei, bestehe nicht. Zum einen würden beim Kieswerk am anderen Ende des Sees spezielle Bagger eingesetzt, um das Entstehen zu vermeiden. Zum anderen bestehe der See aus zwei Becken, die durch einen flachen Streifen getrennt seien. Mögliche Strudel würden diese Sandbank nicht überwinden können.

Die Baderegeln gelten auch am Badesee, mahnen die Rettungsschwimmer. Bei der derzeitigen Hitzewelle sollte man sich nicht für längere Zeit der prallen Sonne aussetzen, sondern auch mal in den Schatten gehen. Bei einer Außentemperatur von 40 Grad und einer Wassertemperatur von „nur“ 23 Grad wird auch davon abgeraten, direkt ins kühle Nass zu springen. Lieber vorher abduschen und langsam ins Wasser gehen.

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Die DLRG-Rettungsschwimmer und Mitarbeiter des städtischen Strandbades wünschen sich, dass die Badegäste sich ihre Situation besser bewusst machen und versuchen, sich besser einzuschätzen. Denn wer die Regeln beachte und kurz nachdenke, der könne am Badesee eine Menge Spaß haben. Der Slogan „verantwortungsvoller Genuss“ gelte nicht nur bei Alkohol, sondern insgesamt am Badesee.

Auch die Rodgauer Familie Kunze verbrachte den Tag am Badesee. „Das Wetter ist super, das Strandbad auch“, sind die drei mit dem Strand direkt vor der Haustür zufrieden. So oft es geht führt sie der Familienausflug an den Baggersee. Gegen Nachmittag war es zwar schon voll, aber Samstag und Sonntag sei es in der Regel noch voller. Dennoch sei man nicht so eingeengt wie im Schwimmbad. Auch der elfjährige Leon fühlt sich wohl. „Man kann sich super abkühlen, das Wasser ist perfekt“, freut der Junge sich.

Ein großes Lob gibt es von den Stammgästen für die Sauberkeit. Das Gelände sei immer sorgfältig aufgeräumt. Auch einen Verbesserungsvorschlag gibt es. Für ein größeres Sicherheitsgefühl wünschen die Besucher sich, dass Rettungsschwimmer und Bademeister regelmäßiger am Strand zu sehen sind. Ach ja: Wegen des Strandbad-Festivals am Samstag, 15. August, ist das gesamte Bad am Sonntag, nur zwischen 14 und 20 Uhr geöffnet. Auch am Freitag, 14. August, kommt es wegen des Aufbaus bereits zu Einschränkungen. (pep)

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Quelle: op-online.de

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