Stadtwerke investieren in Jügesheim 2,35 Millionen Euro

Bauhof zieht bald in neue Werkstatthalle ein

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Stadtwerke-Leiter Dieter Lindauer (links) und Bürgermeister Jürgen Hoffmann (Zweiter von links) stellen Mitgliedern der Stadtwerke-Betriebskommission die neue Werkstatthalle vor. Die war politisch nicht unumstritten. Der Bürgermeister dankte der Betriebskommission, dass sie den Weg frei gemacht habe: „Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Jügesheim - Die Modernisierung der Stadtwerke Rodgau geht voran. Der Bauhof zieht Anfang Oktober in sein neues Werkstattgebäude an der Justus-von-Liebig-Straße ein. Die alte Halle wird abgerissen und macht Platz für den künftigen Wertstoffhof.

Die neue Werkstatthalle ist 475 Quadratmeter groß. Darin werden zeitgemäße Arbeitsplätze und ein zentrales Materiallager eingerichtet. Nebenan steht ein zweistöckiger, quadratischer Massivbau mit Büros und einem Seminarraum. Einige Angestellte, die bisher in Containern an der Hans-Böckler-Straße sitzen, können dann endlich in richtige Räume umziehen. Neben dem Neubau werden 38 Parkplätze für Mitarbeiter angelegt.

Die Werkstatt enthält eine Fahrzeuggrube, multifunktionale Werkbänke für Montage- und Vorbereitungsarbeiten, eine Schweißwerkstatt und einen Lagerraum für Öle und Fette. Das Materiallager für Wasserwirtschaft und alle anderen Gewerke wird mit einem Computersystem ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll das Haus zum Teil mit Strom versorgen. An einer Ladesäule auf dem Parkplatz können zwei Elektroautos auftanken. Vom Stadtverordnetenbeschluss bis zum fast fertigen Gebäude seien nur drei Monate vergangen, sagte Stadtwerke-Betriebsleiter Dieter Lindauer. Die Bedenken eines Landwirts („Da könnt ihr nicht bauen, es ist viel zu nass“) habe man durch eine 30 Zentimeter dicke Schotterschicht ausgeräumt.

Wenn das alte Werkstattgebäude abgerissen ist, soll ein neuer Wertstoffhof entstehen. Er ersetzt den bisherigen Recyclinghof, der schon seit Jahren an seine Grenzen stößt. Dann können Rodgauer Bürger auch Holz abgeben. Beide Bauvorhaben zusammen sollen 2,35 Millionen Euro kosten. Nur ein gutes Viertel (630.000 Euro) entfällt auf den Wertstoffhof.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

eh

Quelle: op-online.de

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