Begegnungsstätte der katholischen Gemeinde St. Matthias

Krach um den Lärm beim Feiern

Nieder-Roden - Feste mit lauter Musik rauben Anwohnern an der Strandpromenade immer wieder den Schlaf. In der nahe liegenden Begegnungsstätte der katholischen Gemeinde St. Matthias neben dem Kindergarten wird öfter länger und laut gefeiert.

Das stört die Beschwerdeführer schon lange. Klagen bei der Gemeinde, die die Räume für Zusammenkünfte und private Feste vermietet, seien ergebnislos verlaufen, sagen sie. Dabei gehe es von Samstag auf Sonntag manchmal bis um 2 oder auch mal 4 Uhr morgens. „Warum kann man das nicht kontrollieren?“, fragen die Betroffenen. Wie Pfarrer Dr. Peter Eckstein erklärt, würden die Mieter grundsätzlich auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten hingewiesen. Besuche zur Kontrolle der Lautstärke möchte der Geistliche weder den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gemeinde noch sich selbst zumuten. Dennoch will er die Beschwerden ernst nehmen und den Klagen auf den Grund gehen.

„Wenn sich jemand nicht an die Absprachen hält, haben wir die Möglichkeit, mit einer mündlichen Verwarnung bis zum Hausverbot zu reagieren“, sagt der Pfarrer. Die Begegnungsstätte verursache mehr Arbeit und mehr Kosten, als sie einbringe und werde als soziale Einrichtung betrieben. Sie werde für einen Geburtstag oder eine Tauffeier vermietet oder von einer Flüchtlingsgruppe genutzt, erläuterte Eckstein. Etwa ein- bis zweimal im Monat würden die Räume vermietet, allerdings keineswegs immer abends, manchmal auch tagsüber. „Aber wenn das nicht funktioniert, müssen wir das nicht machen: Dann haben wir eine soziale Einrichtung weniger im Stadtteil“, sagte Pfarrer Eckstein. Er werde das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Verwaltungsratssitzung im September setzen, kündigte er gegenüber unserer Zeitung an. (siw)

Quelle: op-online.de

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