Viele Helfer

24-Stunden-Lauf: Blechkuchen, Bananen und Malzgetränk

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Dudenhofen - Nicht nur 326 Läufer und Hunderte von Besuchern trugen am Wochenende zum Erfolg des 24-Stunden-Laufs bei. Auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter sorgten dafür, dass alles rund lief. Ihre genaue Anzahl lässt sich schwer feststellen. Allein der Verein „Gemeinsam mit Behinderten“ brachte mehr als 170 Helfer auf die Beine. Von Ekkehard Wolf 

Alleine bei den Kinderspielen am Samstagnachmittag halfen 33 Menschen mit. Sowohl im Getränke- als auch im Essenzelt waren vier Schichten mit jeweils zwölf Leuten besetzt. Jutta Groha vom Organisationsteam freut sich besonders darüber, dass es Gruppen gibt, die seit Jahren komplette Dienstschichten übernehmen - etwa das Konditionstraining der TGM SV Jügesheim, der RCC Knallkepp, der Freundeskreis 2011 und die TGS. Die Guggemusik stemmt samstags die letzte Schicht im Getränkezelt. Das KJG-Zeltlagerteam kümmert sich nicht nur um die Zelte, sondern stellt auch die Nachtwache. Auch im Informationszelt weiß jeder, was er zu tun hat. Das Orga-Team ist ständig in Bewegung; die zehn Ehrenamtlichen in den roten T-Shirts sind auf dem ganzen Gelände unterwegs und bleiben per Sprechfunk in Kontakt.

Ein eingespieltes Team arbeitet auch im Verpflegungszelt, wo sich die Läufer rund um die Uhr mit Speisen und Getränken versorgen können. Beeindruckende Mengen an Lebensmitteln gehen dort innerhalb von 24 Stunden über den Tisch: zehn Kisten Bananen, etwa 40 Bleche Streuselkuchen, 60 Hefezöpfe und ungezählte Körbe voller Brötchen - bei Bedarf liefert der Bäcker nach. Tagsüber arbeiten sechs Leute im Verpflegungszelt; um Mitternacht werden sie von zwei Nachtdienstlern abgelöst, morgens um sieben geht der Tagdienst weiter. Zwei „Teekocher“ sind rund um die Uhr da.

„Jetzt, wo‘s kalt wird, beginnt die Suppenzeit“, sagt Angela Kolecani nach Einbruch der Dunkelheit. Die Suppe köchelt in einem Riesentopf vor sich hin - insgesamt wohl um die 200 Liter. Und wann ist am meisten los? Martina Sauer: „Am Sonntag zwischen 6 und 7 Uhr, wenn alle gleichzeitig frühstücken wollen.“ Nach der Schlussrunde am Sonntag gilt es, die Restbestände möglichst schnell auszuräumen, damit das Zelt rasch abgebaut werden kann. Dass es schnell gehen muss, hat Tradition. Angela Kolecani: „In den Anfangszeiten des 24-Stunden-Laufs hatte der TSV sonntags um 14 Uhr ein Fußballspiel.“

24-Stunden-Lauf 2015 in Dudenhofen: Bilder

Die Läufer sind dankbar für die gute Verpflegung. Zur Frühstückszeit kann man ihnen das auch ansehen, wenn sie beim Duft der frischen Brötchen sehnsüchtig auf das Nutellaglas blicken.

Zum leiblichen Wohl gehört nicht nur das Essen und Trinken, sondern auch eine gute Massage. Klopfen, kneten, streichen, ausschütteln: Die „GOS-Busters“ der Claus-von-Stauffenberg-Schule wurden diesmal nach allen Regeln der Kunst behandelt. Dafür sorgte Fabian Kern, der eine Ausbildung zum Physiotherapeuten begonnen hat. Er fühlt sich der Mannschaft verbunden, in der er von 2012 bis 2014 selbst mitlief. „Wir haben schon vor dem Start gearbeitet, um die Muskeln aufzuwecken“, erzählt er. Wichtig: Die Massage dürfe nicht zu intensiv sein, um keine Müdigkeit auszulösen. Schon fünf Stunden nach dem Start gab es die ersten Muskelverhärtungen zu behandeln: „Man merkt, wenn jemand nicht den idealen Laufstil hat. Das kommt jetzt alles raus.“

Quelle: op-online.de

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