Ausfälle haben ein Nachspiel

Linie 99: Bus-Kunden nicht einfach vertrösten

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Rodgau - Die Ausfälle im Busverkehr zwischen Rodgau und Dietzenbach auf der Linie 99 vom vergangenen Dezember haben ein Nachspiel.

Hans-Peter Bicherl, Mitglied im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion, möchte die Sache im Aufsichtsrat breit diskutieren. „Das Ausfallen zahlreicher Fahrten kann man nicht mit einer Entschuldigung und dem lapidaren Hinweis darauf, dass es keine hundertprozentige Garantie gibt, abtun. Da muss man den Kunden mehr entgegenkommen.“

Beim Wechsel der Busfirma zum 13. Dezember 2015 fielen Busse auf der Linie 99 aus. Eine Kundin soll sogar ihren neuen Job verloren haben, da sie am 1. Arbeitstag nicht pünktlich antreten konnte. „Wir wollen eine hohe Attraktivität des ÖPNV in der Region. Dazu gehört neben komfortablen Bussen und Bahnen vor allem auch Pünktlichkeit und Verlässlichkeit“, betont Hans-Peter Bicherl in einer Presseerklärung. „Und dazu gehört vor allem auch ein großzügiges Entgegenkommen gegenüber der Kundschaft bei massiven Pannen wie dieser.“ Vorstellbar wäre für Bicherl, dass die KVG in einem Brief an die Firma der Kundin versichert, dass die Frau die Verspätung nicht verschuldet habe. (bp)

Quelle: op-online.de

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