Vanessa Koller

CDU-Kandidatin wünscht sich bezahlbare Wohnungen für alle

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Auf dem Balkon in der elterlichen Wohnung in Weiskirchen: Vanessa Koller. 

Weiskirchen - Junge Leute interessieren sich nicht für Politik? Das stimmt nicht: Sie sind sogar auf den Listen für die Kommunalwahl zu finden. Wir wollen von ihnen wissen, warum sie sich engagieren und warum sie sich für die jeweilige Partei entschieden haben. Von Simone Weil

Im ersten Teil der kleinen Serie: Vanessa Koller von der CDU. Die junge Frau ist in Weiskirchen aufgewachsen, hat die Grundschule in Hainhausen und das Franziskanergymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg besucht. Nach Würzburg ist sie gezogen, um dort Germanistik und Privatrecht zu studiereren. Auch wenn sie anfangs Heimweh hatte, hat sie den Aufenthalt schließlich genossen: „Es war eine schöne Zeit“, sagt die 25-Jährige. Das Studentenleben in der fränkischen Stadt ist recht familiär und international. Vor allem die Weinfeste verbreiten im Sommer viel Atmosphäre: „Da kommen die Leute gerne, um einen zu besuchen“, verrät Vanessa Koller.

Nach Rodgau kehrte sie zurück mit dem Bachelor-Abschluss in der Tasche und dem Wunsch, noch ihren Masterabschluss dranzuhängen. Die junge Frau jobbt zwar in der Pressestelle des hr, doch weil das Budget klein ist, ist sie wieder in die elterliche Wohnung in Weiskirchen gezogen.

„Ich interessiere mich für das aktuelle Geschehen, will meine Meinung auch nach außen hin vertreten und was bewirken“, sagt die Studentin. In der Jungen Union ist sie Mitglied seit Juni 2014, ein Jahr später trat sie in die CDU ein: „Die CDU ist die Partei, die das Große und Ganze betrachtet: Dabei werden Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen gleichermaßen berücksichtigt“, findet sie.

Wichtig ist es Vanessa Koller, dass es keine Zweiklassengesellschaft geben darf und dass jeder ein Anrecht auf Bildung hat. Sie findet: „Demokratie lebt von Kompromissbereitschaft.“ Die Studentin steht auf Offenheit und ist bereit, sich jeden Standpunkt anzuhören.

Mit Blick auf ihren Heimatort Rodgau wünscht sich die Nachwuchspolitikerin: bezahlbare Wohnungen für alle, nicht nur für junge Familien, auch für Pärchen. Die Vereine sollen gestärkt werden. Zusätzliche Anreize für Gewerbetreibende sollen dafür sorgen, dass diese bleiben und nicht noch mehr wegziehen oder ihre Geschäfte schließen.

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Der zeitliche Aufwand für ihr politisches Engagement ist groß. Doch die Arbeit macht Spaß. Auch im Freundeskreis, der längst nicht nur aus Parteimitgliedern besteht, stößt ihre Beschäftigung mit der Kommunalpolitik auf positive Resonanz.

„Ich würde mich freuen, ins Stadtparlament zu kommen“, wünscht sich die stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union (JU) Rodgau. Denn es brauche sowohl die jungen als auch die erfahreneren Mitglieder. Machen es Parteien dem Nachwuchs schwer? In der CDU gib es da kein Problem, findet Vanessa Koller. Grundsätzlich aber habe sie in der Gesellschaft die Haltung registriert, „dass die Jungen nichts oder wenig draufhaben“. Doch das Zusammenspiel der Generationen sollte möglich sein, findet die Politikerin. Was die junge Frau sonst noch macht? Mit den Freundinnen ausgehen, Kinobesuche, übers Wochenende wegfahren. Beim Weggehen steht die Christdemokratin nicht nur auf Läden in der großen Nachbarstadt, sondern auch vor Ort ließen sich nette Lokale finden, wirbt sie in ihrem Freundeskreis.Außerdem liest sie gerne: Romane und Krimis, ist darüber hinaus „Tatort“-Fan und schaut die Folgen immer, wenn sie daheim ist. Für Sport bleibt nicht mehr so arg viel Zeit übrig, auch wenn die CDU-Kandidatin ihr Hapkido-Training gerne wieder aufgreifen würde. Und so geht sie immer mal wieder laufen.

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Quelle: op-online.de

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