„Rodgau braucht andere Impulse als bisher“

Christdemokraten setzen ganz auf Bürgernähe

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Hier soll’s nach dem Willen der CDU künftig weiter gehen: Das bisherige Ende der Rodgau-Ringstraße bei Hainhausen.

Rodgau - „Wir gehen mit Volldampf in den Wahlkampf“, kündigt Margit Müller-Ollech selbstbewusst an. Die Vorsitzende des CDU-Stadtverbands gibt die Richtung vor: „Wir wollen wieder die gestaltende Kraft werden. “ 13 Sitze plus X sind das Ziel der Union.

Sollte es nicht für die alleinige Mehrheit reichen, sind die Christdemokraten zu Gesprächen mit allen demokratischen Kräften der Stadtverordnetenversammlung bereit. Zur AfD grenzt sich die CDU klar ab. Heringsessen, Infostände, Plakate: die Partei setzt im Wahlkampf auf bewährte Strategien. Eine Großveranstaltung hält man für verzichtbar.

„Wir alle sind Rodgau. Zuhause. Zukunft. CDU“ – dieser Slogan bringt Eckpunkte des Kommunalwahlprogramms auf eine griffige Formel. Es baut auf den seit 2011 entwickelten Leitbildern auf. Rodgau brauche andere Impulse als bisher. Bei der politischen Arbeit daran seien alle Bürger einzubinden – und dies über Parteigrenzen hinweg. Die Generationengerechtigkeit liegt der CDU am Herzen. Künftige Generationen sollten von den Entscheidungen heute profitieren und nicht nur Schulden zurückzahlen müssen. Deshalb sind solide Finanzen das A und O. Sollte die CDU die Wahl gewinnen, werde sie sich zunächst „einen Überblick über die Ausgangslage verschaffen“, kündigt Müller-Ollech an. Schließlich würden viele wichtige Entscheidungen aktuell nicht mehr im Parlament getroffen – etwa über die Struktur der Stadtwerke.

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Den von der Rathausmehrheit verkündeten Haushaltsüberschuss sieht die Union kritisch. Denn er fuße allein auf dreimaligen Steuererhöhungen und Landeszuweisungen. Weitere Steuererhöhungen sollte es nicht geben.

Was fordert die CDU noch?

  • Wiedereinführung der Ortsbeiräte, die obendrein mit einem Budget und mehr Befugnissen als bisher ausgestattet sein sollen;
  • Aktives Grundstücksmanagement mit Grundstücksbörse bei niedriger Gewerbesteuer;
  • Stärkung des örtlichen Handels durch einkaufsnahe Parkplätze und eine gute Infrastruktur;
  • Internetausbau zusammen mit dem Landkreis Offenbach und den Unternehmen;
  • Schulwegekonzept ausarbeiten, um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen im Straßenverkehr zu verbessern;
  • Ausbau Radwegenetz;
  • Einführung des Konzepts einer bespielbaren Stadt als Ergänzung zu bestehenden Kinderspielplätzen;
  • Familien und deren Lebensbedingungen stärken;
  • Vielfalt der Betreuungsangebote sichern;
  • Wiedereinführung einer städtischen Rentenberatung;
  • Schaffung von Ruheinseln im öffentlichen Raum. Förderung begleitender Hilfen für Senioren im Alltag zusammen mit der städtischen Seniorenberatung, der Sozialstation und Seniorenorganisationen. Es sei ein großer Fehler gewesen, den Seniorenclub Alte Schule umsiedeln zu wollen. Wie berichtet, stellte der Club dann seine Arbeit ein;
  • Sanierungsstau im öffentlichen Straßennetz beheben;
  • Weiterbau der Rodgau-Ringstraße Richtung Autobahn, um einen Kollaps bei der Besiedelung des Baugebiets H 17 zwischen Jügesheim und Hainhausen zu verhindern;
  • Wohnbaugebiete in allen Stadtteilen gleichberechtigt vorantreiben;
  • Nutzungsbedingungen (Gebühr, die Red.) für Vereine in städtischen Räumen überprüfen.

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bp

Quelle: op-online.de

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