Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Gemeindeleben unter neuem Dach

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Keine Wasserschäden mehr - darauf hofft die evangelische Trinitatisgemeinde in Weiskirchen, nachdem das Dietrich-Bonhoeffer-Haus ein neues Dach aus Zinkblech erhalten hat.

Weiskirchen - Die gute Stube der Trinitatisgemeinde ist von oben wieder dicht: Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Weiskirchen hat ein neues Dach.

Für die mit 2200 evangelischen Christen in Weiskirchen, Hainhausen und Rembrücken eher kleine Gemeinde war die 180.000-Euro- Investition laut Pfarrer Hansjörg Rekow nicht die letzte bauliche Herausforderung: Dieses Jahr stehen noch der Hof und der Sockel des 1983 vollendeten Gemeindehauses zur Sanierung an. Erst einmal ist Rekow froh, dass bei Regenwetter keine Wasserschäden mehr drohen. Bereits 2013 hatten die alten Bitumenschindeln mit 15 Jahren nomineller Lebensdauer das doppelte Alter erreicht. Den Pfarrer hätte das nach eigenen Worten nicht gestört, aber „es regnete überall rein“. In das Vordach über dem Haupteingang sei so viel Wasser eingesickert, dass jetzt die Holzkonstruktion habe ausgetauscht werden müssen.

Angemeldet hatte Rekow den Sanierungsbedarf bei der Landeskirche schon 2012. „Da hieß es dann: Herr Pfarrer, machen Sie mal selbst.“ Also gab der Hausherr ein Gutachten in Auftrag, das seine Befürchtungen bestätigte: Mit ein paar Reparaturen war es nicht getan, die Bitumen-Dachhaut hatte ausgedient. Weitgehend stehenbleiben konnte die tragende Holzkonstruktion. Im vergangenen November begannen die Dachdecker, darüber ein weiteres Gerüst zu zimmern, das jetzt die nagelneue Außenhaut aus Zinkblechen trägt.

Glücklich schätzt sich der Pfarrer, dass seine Gemeinde die teure Baumaßnahme weitgehend aus eigenen Mitteln stemmen konnte. Zwar gab es einen Zuschuss von der evangelischen Landeskirche, der Löwenanteil aber kam aus der lokalen Baurücklage. Obwohl bereits 2009 für die Renovierung der Kirche in Anspruch genommen, sei diese recht solide: „In den vergangenen Jahren wurde gut gewirtschaftet“, lobt Rekow den Kirchenvorstand.

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Zusätzliches Geld brachten ein Spendenaufruf im Gemeindebrief und eine Aktion mit Spardosen in Kirchenform ein. Auch für die folgenden Sanierungsvorhaben will der Kirchenvorstand nach Worten seines stellvertretenden Vorsitzenden Martin Rauchhaus wieder bei den Mitgliedern der 1973 gegründeten Kirchengemeinde um Unterstützung werben. Noch gibt es keine belastbaren Zahlen, die Erneuerung des Hofpflasters vor dem Eingang dürfte aber ins Geld gehen - zumal die Fläche um einige Zentimeter erhöht werden soll, damit dort direkt vor der Tür keine Autos mehr parken können.

Einen Architektenentwurf für das Vorhaben hat der Kirchenvorstand laut Rauchhaus bereits gesehen. Noch vor Ostern wolle das Gremium das Projekt festklopfen, bis Ende April die Ausschreibung durchziehen und wenn möglich ab Mai bauen. Mit dem Vorplatz soll auch gleich die Sockelverkleidung rund um das gesamte Gebäude erneuert werden. Wenn alles nach Plan läuft, will die Gemeinde bereits im Frühsommer den Abschluss der Bauarbeiten feiern. Pfarrer Rekow hat dafür das Sommerfest im Juni in den Blick genommen.

rdk

Quelle: op-online.de

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