Tierwohl muss allen wichtig sein

Dringlichkeitsantrag zur Schließung der Wildtierarche

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Petra Kipper mit einer Tigerpython. Die Tierschützerin soll ihre Tierauffangstation schließen.

Rodgau - Das Tierwohl muss über den Paragraphen stehen: Die Linke im Kreis Offenbach fordert ein Umdenken im Fall der Auffangstation „Wildtierarche“ Rodgau. In der Kreistagssitzung am Mittwoch, 28. September, legt die Fraktion Die Linke einen Dringlichkeitsantrag zur Schließung der Wildtierarche Rodgau vor.

Ziel ist es, die Schließung zunächst auszusetzen, bis eine konstruktive Lösung mit allen Beteiligten und dem Kreisveterinäramt gefunden worden ist. „Die geplante ersatzlose Schließung der Wildtierarche ist so nicht hinnehmbar. Es muss vielmehr versucht werden, mit den Beteiligten zu einer konstruktiven Lösung zu kommen, um diese wichtige Einrichtung für das Wohl in Not geratener Tiere in dieser oder in veränderter Form zu erhalten“, argumentiert Jona Löbcke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion. „Selbst wenn das Veterinäramt fundierte Gründe für die Schließung vorzuweisen hat, ist dieses Vorgehen ethisch völlig indiskutabel und bedeutet den sicheren Tod für Tiere, die im Kreis Offenbach in Not geraten“, ergänzt Fraktionsgeschäftsführer Erik Wolf.

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Der Antrag der Linken sowie auch eine Anfrage der Grünen-Fraktion sollen den Weg zu einer sinnvollen Lösung im Sinne des Tierwohls bereiten. Beide Fraktionen arbeiten fieberhaft an Möglichkeiten, die Verantwortlichen zum Umdenken zu bewegen. Leider stoßen sie dabei bislang auf wenig Unterstützung seitens des formal alleinig zuständigen Landrats, wie auch der weiteren Kreistagsfraktionen. siw

Bilder: Tierbabys in Frankfurt und Kronberg

Quelle: op-online.de

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