Für schwer kranke Kinder

TSV-Fußballer als Helfer in der Not

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Sie unterstützen den Verein „MainLichtblick“: die Fußballer der Herrenmannschaft des TSV Dudenhofen, Abteilungsleiter Stefan Kloos, die beiden Hauptamtlichen des Vereins „MainLichtblick“ und Marion Hügel (Werbetechnik Hügel).

Dudenhofen - Der Sportverein TSV Dudenhofen ist jetzt Partner des Vereins „MainLichtblick“ und unterstützt damit die letzten Wünsche schwer kranker Kinder. Von Peter Petrat

„Ich möchte nur noch ein letztes Mal das Meer sehen“, so lautete der letzte Wunsch eines kleinen Mädchens. Doch aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes ging der erträumte Urlaub nicht mehr in Erfüllung. Um dem Kind jedoch noch ein paar Stunden Glück zu schenken, organisierte der Verein „MainLichtblick“ zumindest einen Clown und einen fröhlichen Nachmittag, bevor das Kind verstarb. In vielen anderen Fällen schaffte es der Verein, die kleinen und großen Herzenswünsche schwer kranker Kinder zu erfüllen, darunter ein Treffen mit Borussia Dortmund, Helene Fischer und ein Besuch im Bugatti-Werk samt Spritztour im PS-Boliden.

Gerührt und ergriffen waren auch die TSV-Fußballer, die die Arbeit des Vereins mit voller Überzeugung unterstützen wollen und das Logo von „MainLichtblick“ nun stolz auf ihren Trikots tragen. Dank der großzügigen Spende eines Privatmannes, der allerdings anonym bleiben möchte, konnten alle drei Herrenmannschaften mit T-Shirt, Polohemd, kurzer Hose, Trainingsanzug und Sporttasche ausgestattet werden.

An andere Menschen denken

Die deutlich höhere Selbstbeteiligung der Spieler an ihrem Outfit haben diese ebenfalls gerne übernommen, damit gerade nicht die üblichen Sponsorenlogos auf der Brust prangen. Stattdessen freuen sie sich darauf, in Zukunft Fragen zu dem bunten Aufdruck des Vereins zu beantworten. Rund 9000 Euro habe die Aktion gekostet, berichtet Fußball-Abteilungsleiter Stefan Kloos dankbar. Unterstützung gab es hierbei von „Sport Berger“ aus Jügesheim in Form von Rabatten und Bedruckung, sowie von „Werbetechnik Hügel“ aus Weiskirchen in Form von mehreren Werbebanden zugunsten des Vereins.

„Ehrenamt und Verein können heute mehr, als nur auf den eigenen Bereich zu schauen“, so Kloos. Man dürfe nicht aus dem Blick verlieren, dass man mit gesungen Kindern arbeite, die mit dem Fahrrad zur Training kommen und dort ihren Spaß haben – dieses Glück hätten aber nicht alle Kinder. Auch wenn in Vereinen und beim Sport quasi immer Geld für die eigenen Belange gebraucht würde, habe man derzeit die Möglichkeit auch einmal an andere Menschen zu denken, und diese auch gerne genutzt.

TSV Dudenhofen siegt in Jügesheim

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Besonders stolz ist Kloos auf die erste Reaktion der 68 Fußballer, als diesen die Idee vorgestellt wurde: Was können wir für den Verein tun? Wie können wir noch helfen? Und „MainLichtblick“ ist auf jede Hilfe angewiesen, denn sie wollen jedem schwerkranken oder traumatisierten Kind seinen Wunsch erfüllen. Das kann mitunter eine echte Herausforderung sein, wie auch Pädagogin Brigitte Orth und Sozialarbeiterin Christina Pappa berichten. Die Reaktionen auf ihre Anfragen seien ganz unterschiedlich, erzählen die beiden Hauptamtlichen des Vereins mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Manche Prominente nehmen sich die Sache ganz persönlich zu Herzen, bei anderen sei es schwer überhaupt heranzukommen.

Als Meilenstein betrachtet der Verein eine der vergangenen Wunscherfüllungen, nämlich ein Treffen mit Helene Fischer. Ein ganzes Jahr habe es gedauert, bis man das Management soweit hatte, doch am Ende wurde es ein unvergessliches Erlebnis. Manchmal sind es aber auch viel kleinere Wünsche, etwa eine Limousinenfahrt mit Überraschungsparty oder ein Schreibtisch für die Schule, mit denen man Kinder glücklich machen kann.

Bisher wurden 20 Wünsche erfüllt, die über Krankenhäuser, Kitas oder den Wunschzettel im Internet an den Verein herangetragen wurden. Zwar hat der Verein erst 35 Mitglieder, dafür aber viele Unterstützer. Dennoch hofft der Verein auf weitere Spenden, Kontakte und Helfer.

Quelle: op-online.de

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