Duftender Beitrag zu Fronleichnam

Altarschmuck kommt von Herzen

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Auch üppige und herrlich duftende Pfingstrosen gehören zum Altarschmuck, den Marita Habersack am Kreuz auf dem Alten Friedhof Nieder-Roden bereitet.

Rodgau - Heute Morgen machen die Rodgauer Katholiken während ihrer Fronleichnamsprozessionen Station an diversen Altären. In unserer Region ist es guter Brauch, dass Gemeindemitglieder diese Altäre schmücken. Marita Habersack gehört zu ihnen. Von Bernhard Pelka 

Behutsam breitet Marita Habersack weiße Deckchen auf dem Sockel des Kreuzes am Alten Friedhof Nieder-Roden aus. Dann schmückt sie die Fläche mit herrlichen Blumen. „Wenn ein Verein einen Festzug macht, um sich öffentlich vorzustellen, dann ist der Umzugsweg ja auch geschmückt“, erläutert das Mitglied der Pfarrgemeinde St. Matthias. „Und wir tragen bei der Prozession eben das Geheimnis unseres Glaubens in die Öffentlichkeit.“ In Nieder-Roden beginnt die Prozession nach dem 9.30-Uhr-Gottesdienst. Erste und letzte Station ist jeweils die Kirche. Dazwischen halten die Teilnehmer am Kreuz auf dem Alten Friedhof und am Kindergarten Otzbergstraße in Gebeten und Fürbitten inne. Auch am Kindergarten wird ein schöner Altar bereitet sein.

Für die Sprecherin der Frauengruppe St. Elisabeth haben die Stationen und der Prozessionsweg Symbolkraft: „Die Straßen sind unser Pilgerweg des Lebens. Und da gibt es ja auch immer verschiedene Stationen. Für mich sind sie ein Symbol dafür, dass man auch auf dem Lebensweg mal Pause machen sollte, um aus dem Glauben Kraft, Halt und Trost für die Seele zu schöpfen, um das Leben meistern zu können.“ Seit sechs Jahren schmückt Marita Habersack immer an Fronleichnam einen der Altäre am Prozessionsweg – so, wie das Rodgauer auch in anderen Gemeinden tun. Das ist aber nicht ihr einziger Beitrag zu dem katholischen Hochfest. Die frühere Lehrerin für Pflegeberufe formuliert überdies die Fürbitten. „Auf dem Alten Friedhof beten wir zum Beispiel für die Verstorbenen, für Menschen in Not und für Menschen, die nicht mehr an Gott glauben können. Der Kindergarten steht dagegen für Lebensfreude und Beginn.“

Für den Blumenschmuck bedient sich die gebürtige Hünfelderin (bei Fulda) im eigenen Garten. Klatschmohn, Lupinen oder wilde Margeriten im Feld zu finden, werde leider immer schwieriger. „Es wird zuviel mit Pflanzenschutzmitteln gespritzt.“

Quelle: op-online.de

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