Geplante Grünanlage für alle Generationen in Hainhausen

Erlebnisraum am Ufer der Rodau

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Von der Brücke Burgstraße bis jenseits des bisherigen Spielplatzes soll sich der geplante „Erlebnisraum“ erstrecken.

Hainhausen - Der kleine Spielplatz „Auf dem Brühl“ an der Rodau soll zu einer Grünanlage für alle Altersgruppen werden. Die städtischen Planer wollen damit Anregungen aus der Bevölkerung umsetzen. Ob das Vorhaben Wirklichkeit wird, entscheiden die Stadtverordneten am 26. September. Von Ekkehard Wolf

Nicht nur einen Spielplatz, sondern einen langgestreckten Erlebnisraum entlang der Rodau hat Landschaftsarchitektin Barbara Katzer im Auftrag der Stadt Rodgau entworfen.

Bisher macht das Gelände nicht viel her. Ein Platz für Kinder? Wohl eher ein Plätzchen, 185 Quadratmeter mit einem grünen Gitterzaun drumherum. Die Einrichtung ist spartanisch: eine Rutsche, ein kleiner Sandkasten und eine Sitzgruppe für die Großen. Der Bach, die Wiese und die Bäume außerhalb des Zauns haben den Kindern viel mehr zu bieten. Ein „Erlebnisraum“ solle aus dem Spielplatz werden, heißt es im städtischen Spielplatzkonzept von 2011. Fünf Jahre später kommt Bewegung in die Sache. Der Magistrat legt dem Stadtparlament einen Gestaltungsentwurf vor, der sich über den Spielplatz hinaus auf die ganze Fläche von der Burgstraße bis zum Feldrand erstreckt. Das ist ein Ergebnis aus der Bürgerbeteiligung nach dem sogenannten Charette-Verfahren im Juli 2015. Etwa 30 Anwohner nannten dort ihre Wünsche und Kritikpunkte. Die Wortmeldungen beschränkten sich nicht auf den umzäunten Spielplatz, sondern betrafen auch die angrenzende Grünanlage.

Der Entwurf der Landschaftsarchitektin Barbara Katzer aus Großkrotzenburg gliedert die Grünfläche an der Rodau in vier Bereiche mit Sitzbänken, einem Bewegungsparcours, Spielgeräten und einer Badestelle für Hunde. Zwei kurze, gepflasterte Wege sollen von dem schnurgeraden Asphaltweg abweichen. Die zwei Bänke in der Nähe der historischen Rodaubrücke sollen gedreht werden, damit man von dort nicht die Häuser, sondern den Bach sieht. An der Hundebadestelle am Feldrand sind Baumstämme und Steinblöcke als naturnahe Sitzgelegenheiten geplant.

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Einige Spielgeräte aus der Wunschliste der Anwohner finden sich im Gestaltungsentwurf wieder. Der größte Wunsch vieler Eltern und Kinder bleibt aber unerfüllt: Ein Zugang zur Rodau ist im neuen „Erlebnisraum“ nicht vorgesehen. Die Kinder sollen also weder am Ufer klettern noch im Wasser spielen. Der Grund: Die Unfallversicherung rät ausdrücklich davon ab, den Bach in den Spielplatz einzubeziehen. An einem Fließgewässer, dessen Wasserstand sich durch Niederschläge ändere, sei die Gefahr eines Unfalls nicht abschätzbar. Der Gestaltungsentwurf umfasst eine Fläche von 1 364 Quadratmetern. Die neue Grünanlage soll rund 143.000 Euro kosten. Der ursprünglich geplante Umbau des Spielplatzes war mit 65.000 Euro kalkuliert. Die Baukosten bestreitet die Stadt aus dem Verkauf anderer Spielplatzgrundstücke, die nicht mehr benötigt werden.

Quelle: op-online.de

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