Spatenstich im Januar

Erste Arbeiten für Neubau an Wilhelm-Busch-Schule

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Eine Außenansicht zeigt das geplante Betreuungsgebäude an der Wilhelm-Busch-Schule. 

Jügesheim - Die Arbeiten für den Erweiterungsbau an der Wilhelm-Busch-Schule haben begonnen. Vorgestern wurde die Baustelle für das 325 Quadratmeter große Betreuungsgebäude eingerichtet. Die Stadt hofft, das Domizil für 150 Kinder nach den Sommerferien 2016 nutzen zu können.

Der Neubau hinter der Turnhalle der Grundschule an der Kasseler Straße wird nicht wie ursprünglich geplant in Modulbauweise entstehen, sondern herkömmlich gebaut. Die Kosten für die Modulbauweise seien nicht mehr darstellbar, weil wegen der großen Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften ein hoher Preisanstieg zu verzeichnen sei, erläuterte Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP). Da aus diesem Grund die Entscheidung für die konventionelle Bauweise fiel, verzögerte sich das Projekt: Ursprünglich war der Beginn der Arbeiten für die Sommerferien 2015 geplant, im Januar 2016 sollte der Betrieb starten.

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Doch im Januar ist lediglich der offizielle Spatenstich. Nun hoffen die Beteiligten, die 150 Jungen und Mädchen der Wilhelm-Busch-Schule und des Horts in der städtischen Kita Alter Weg nach den Sommerferien kommenden Jahres in den 325 Quadratmeter großen Räumen gemeinsam betreuen zu können. Diese Terminierung allerdings fußt auf einer „recht optimistischen Bauzeitenplanung“, wie Stefan Jaud, Leiter des Fachdienstes Soziale Angelegenheiten und Bildung, sagte. Das Ganze funktioniere nur, „wenn das Wetter so bleibt“. Als „außergewöhnliches Projekt“ bezeichnete Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) den Neubau: „Wir nehmen Kreisaufgaben wahr, früher konnte man das partnerschaftlich machen“, sagte er. Der überschuldete Landkreis hat sich aus Bau und Betrieb solcher Betreuungseinrichtungen zurückgezogen.

Deswegen stellt der Kreis lediglich das Gelände zur Verfügung und übernimmt die Projektsteuerung im Namen der Stadt Rodgau, die die gesamten Kosten trägt und Eigentümer des Gebäudes bleibt. Auch Michael Schüßler kritisierte, „das sind Schulträgeraufgaben“. „Wir springen ein, weil wir glauben, dass sich Schule zum Ganztagsangebot entwickeln wird und weil wir versuchen, das abzubilden, was seitens der Eltern an uns herangetragen wird.“ Ziel der Stadt sei es, ein verbindliches Ganztagesangebot in allen Stadtteilen zu schaffen, das nicht von der Zufälligkeit des Wohnortes abhängig sei.

Im Haushalt sind 910.000 Euro Baukosten eingeplant. Ob es aber dabei bleibt, kann keiner garantieren. Schüßler sprach im gleichen Atemzug von der rasanten Preisentwicklung und der Hochkonjunktur im Baugewerbe. Bislang sei auch erst die Hälfte aller Gewerke vergeben. Das Betreuungsgebäude wird ein reiner Zweckbau, wie Stefan Jaud erläuterte. In einer großen Mensa soll es Mittagessen für 150 Kinder geben. Am Nachmittag werden zunächst Hausaufgaben erledigt, dann kann dort auch Vergnüglicheres geschehen, wie Singen, Spielen und Tanzen. Darüber hinaus sind kleinere Spiel- und Gruppenräume sowie Büros geplant.

Durch den Wechsel der Hortkinder in den Neubau auf dem Gelände der Busch-Schule werden Räume in der Kita Alter Weg frei: „Wir haben keine Schwierigkeiten, die zu füllen“, sagte Jürgen Hoffmann. Dort sollen zwei neue Ü3- und U3-Gruppen betreut werden. 

siw

Quelle: op-online.de

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