Erster Spatenstich für „Wohnen mit Service“ in Nieder-Roden

Johanniter bauen für Senioren

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Da fliegt der Sand: Michael Schüßler, Peter Kaimer, Jürgen Hoffmann, Sven Korsch, Claudia Jäger und Dr. Karsten Falk (von links) beim ersten Spatenstich für das Johanniter-Quartier an der Friedensstraße. Hinter ihnen steht der Bagger schon bereit.

Nieder-Roden - Mit Körperkraft und Zuversicht zelebrierte die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gestern den Baubeginn für ihre Seniorenwohnungen am alten Friedhof Nieder-Roden. Am ersten Spatenstich wirkten auch Repräsentanten der Stadt und des Kreises mit. Am Montag gehen die Bauarbeiten los.

Zum Schluss ging alles recht schnell. Ein Jahr und ein Tag vergingen vom ersten Beschluss bis zur letzten Unterschrift. In dieser Zeit wurde das komplette Bebauungsplanverfahren durchgezogen, die Planung erstellt und die Baugenehmigung erteilt. „Jetzt hoffen wir, dass der Bau genauso schnell vorangeht“, sagt Dr. Karsten Falk, der im JUH-Landesverband den Bereich Betreutes Wohnen leitet. In etwa zwölf Monaten sollen die 48 Wohnungen fertig sein. Mietverträge sind noch nicht geschlossen. Die Johanniter berichten von rund 80 Interessenten.

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Bei einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrgeländes wurde 2011 erstmals ein „betreutes Wohnen“ ins Gespräch gebracht. Parallel dazu reifte in der JUH die Idee, eigene Wohnanlagen zu bauen.

Die Johanniter bieten an der Friedensstraße „Wohnen mit Service“ an. „Wir runden unser Portfolio damit ab“, sagte JUH-Regionalvorstand Sven Korsch vor dem Spatenstich. Das Ziel sei, selbstbestimmtes Leben bis zum Schluss zu ermöglichen. „Hier in Rodgau hat so etwas noch gefehlt“, betonte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. Die zentrale Lage und die Nähe zu S-Bahn und Bushaltestelle sei für die Bewohner ideal. Die Begegnungsstätte des Hauses werde auch für Gäste offen sein, betonte JUH-Landesvorstand Peter Kaimer.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann erinnerte an die emotionale Diskussion der Anfangszeit und die vielen Gespräche seither: „Es war gut investierte Zeit.“ Das Ergebnis: Trotz zwölf Meter Höhe seien die beiden geplanten Gebäude keine Fremdkörper, sondern fügten sich in die Bebauung ein. Hoffmann: „Wir freuen uns darauf.“

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Quelle: op-online.de

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