Ehemaliger Schlecker-Markt zur Hälfte vermietet

Etwas weniger Leerstand am Puiseauxplatz

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Der Puiseauxplatz in Nieder-Roden.

Nieder-Roden - In den ehemaligen Schlecker-Markt am Puiseauxplatz zieht bald wieder Leben ein. Ein Online-Versandhändler für Schuhe, Uhren und Parfüm aus Nieder-Roden hat eine Hälfte des Ladens angemietet, wie Immobilienmaklerin Christina Ücker berichtet. Seit der Schlecker-Pleite im Herbst 2012 stand der Laden leer.

Die Vermietung der Geschäftsräume sei ein positives Signal für den Puiseauxplatz, sagt Bernhard Schanze von der Wirtschaftsförderung der Stadt Rodgau. Die grundlegenden Probleme seien damit aber noch nicht gelöst. Die kleinteilige Struktur erschwere die Ansiedlung weiterer Geschäfte. „Wenn wir es nicht schaffen, die Kik-Fläche mit einem frequenzstarken Betrieb zu belegen, dann wird es am Puiseauxplatz immer ein mühseliges Mosaik sein. Dass wissen auch die Akteure vor Ort, dass es nicht leicht wird.“ Der größte Leerstand am Puiseauxplatz hat 828 Quadratmeter Verkaufsfläche. Seit dem Umzug des Kleiderdiscounters Kik vor einigen Jahren fand sich kein Mieter. Für die baulichen Probleme zeichnen sich Lösungen ab. Ein Eingang von der Frankfurter Straße, zusätzliche Fenster, eigene Parkplätze - alles scheint möglich.

Den Einzelhandel in Jügesheim plagen ähnliche Sorgen wie am Puiseauxplatz. „Wir haben zu viele zu kleine Läden“, so Schanze. Die große Vielfalt in Jügesheim beginne zu bröckeln. Die Ursache liege in der übergeordneten Entwicklung des Einzelhandels. Auch die aktivsten Geschäftsleute könnten den Trend alleine nicht aufhalten. Deshalb sei es sinnvoll, offen miteinander zu reden, Ressentiments beiseite zu lassen und sich für die gemeinsamen Interessen einzusetzen. Nur so könne der örtliche Einzelhandel die Zukunft sichern. Bernhard Schanze: „Jedes leere Schaufenster ist ein schlechtes Schaufenster.“

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eh

Quelle: op-online.de

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