Endlich offiziell eröffnet

Familienzentrum: Neubau lockt viele Besucher an

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Der Nachwuchs war am Samstag klar in der Minderheit: Auch wenn es so tolle Angebot wie Kinderschminken gab, die erwachsenen Besucher bestimmten das Bild. (c)Foto: siw

Jügesheim - Was lange währt, wird endlich gut: Groß war die Freude bei allen Beteiligten, jetzt endlich das neue Familienzentrum am Alten Weg 63F einweihen zu können. Von Simone Weil 

Zur Feier mit Führungen, Informationen, Musik und Häppchen fanden sich trotz tropischer Hitze zahlreiche Besucher in dem lichtdurchfluteten Neubau ein, dessen Gesamtkosten bei zirka 2.250.000 Euro liegen. Mehr als zwei Jahre sind seit dem verregneten Spatenstich im April 2013 und der Einweihung vergangenen: Denn etwa zehn Monate Verzögerung sind dem Brand geschuldet, der im März vergangenen Jahres bei Abdichtungsarbeiten der Estrichfirma entstanden war und der Kosten in Höhe von 800.000 Euro verursacht hat. Die polizeilichen Ermittlungen sind bis jetzt noch nicht abgeschlossen. „Wir dachten, wir sind auf der Zielgeraden“, erinnerte sich Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP) in seinem Grußwort.

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Die ersten Ideen für eine Einrichtung dieser Art datieren übrigens bereits aus dem Jahr 2008. Die Zeit der Ausweichquartiere ist jetzt endlich vorbei. Das freut vor allem Natalie Fischer, Leiterin der Kita 11, und ihre zehn Kolleginnen. Seit ein paar Wochen sind die Betreuungsgruppen in dem modernen Gebäude mit Gründach eingezogen. Im Erdgeschoss haben sich die drei U3-Gruppen mit jeweils zwölf Plätzen inzwischen gemütlich eingerichtet: Die Farben Grün und Blau sowie dezente Naturtöne, klare Linien und viel Licht schaffen eine angenehme Atmosphäre. Allein 230 Quadratmeter Spielfläche stehen dem Nachwuchs zur Verfügung. Mit Bewegungsspielgeräten, Wasserspielplatz und Sandkastenbaustelle, Kreativ-Atelier werden jede Menge Anreize geschaffen.

Feuer in Familienzentrum-Neubau

Im Verbund mit der Kita 7 (Robert-Koch-Straße, Hainhausen) und der Kita 10 (Alter Weg, Jügesheim) soll das Familienzentrum unter der Leitung von Nicole Höfer als Bildungs-, Begegnungs- und Beratungsort genutzt werden. Dafür stehen im Obergeschoss variable helle Seminarräume und auch diverse Büros zur Verfügung. Kurse zu Erziehungsfragen, Fachvorträge und Themenabende sollen die Eltern unterstützen, außerdem soll es Weiterbildungsangebote für die Fachkräfte geben.

Das Programm für Juli liegt bereits aus: Darunter sind Einzelberatungsofferten wie etwa „Wege nach der Schule“, ein Informationsabend „Betreuung in der Kindertagespflege“, aber auch ein Themencafé, das der heiklen Frage unterschiedlicher Erziehungsansichten nachgeht, wenn zum Beispiel Eltern und Großeltern beteiligt sind. Das Angebot soll sich künftig noch mehr am Bedarf orientieren, der intensiv ermittelt werden soll.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) erinnerte in seinem Grußwort auch daran, wie viele Gewerke bei solch einem Bau ineinander greifen. Tatsächlich stammen immerhin 16 der 27 beteiligten Firmen aus der Region und vier Firmen sogar aus Rodgau.

Quelle: op-online.de

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