Fastnachtsauftakt in Rodgau

Im Narrenschiff nach Hollywood

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„Rodgau helau, Freibeuter ahoi!“ Die Fastnachtspräsidenten aus vier Vereinen grüßten die Narrenschar nach dem Nachtumzug zum Wasserturm. Die Piratengarde ließ die Beine fliegen.

Jügesheim - Mit Radau und guter Laune haben Fastnachter aus vier Vereinen am Mittwochabend die fünfte Jahreszeit eröffnet. Nach einem Nachtumzug zum Wasserturm stimmten sich dort viele Besucher auf die närrische Zeit ein.

Schon aus weiter Ferne sind die Silhouetten der spitzen Piratenhüte zu sehen. Der Wasserturm erstrahlt im Scheinwerferlicht und unzählige Kerzen weisen den Weg. Aus den Lautsprechern klingt zum Warmwerden „Das rote Pferd“. Rund um die Feuertonnen stehen die ersten Besucher, manche sind kostümiert oder tragen eine Lichterkette um den Hals. Während sich der Narrenzug vom Bahnhof aus auf den Weg macht, füllt sich der Platz vor dem Wasserturm langsam. Der Verein für Turnen und Fastnacht Freundeskreis 2011 zieht gemeinsam mit dem RCC Knallkepp aus Dudenhofen, der Turngemeinde Hainhausen und dem SKV-Laternche durch die Giesemer Straßen. Von Fahnenträgern und der Guggemusik Druffkapell begleitet umschiffen die Narren auf ihrem Weg auch die eine oder andere große Baustelle.

„Jetzt geht‘s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“, singen sich die Fastnachter ein, als das blau beleuchtete Piratenschiff am Horizont auftaucht. „Rodgau helau, Freibeuter ahoi!“, lautet der Schlachtruf der Besatzung der „Welle 20elf“, wie die Freundeskreis-Piraten ihr Schiff in Anlehnung an ihr Gründungsjahr nennen.

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Doch wie wird man eigentlich Freibeuter? Kapitän Rudi Ott hatte die zum Kampagne-Motto passende Antwort dabei: Wie in Hollywood – mit einem Casting in der Blumenstraße. Mit einer kurzen Parodie auf bekannte Fernsehformate und Persönlichkeiten stimmten die Piraten auf die Kampagne ein. Zuerst stellte sich Jack the Ripper vor. „Ah, ein Ripper. Ein bekannter Name!“, verwies die Jury auf die Dudenhöfer Gefilde. Für die nächste Runde reicht es jedoch nicht, auch wenn man ihn mit seinem Messer zumindest fürs Kartoffelschälen in der Kombüse hätte gebrauchen können. Ganz atemlos kam die schöne Helene zur Anlegestelle gehetzt. „Also wirklich, da kann ich euch ein Lied von singen“, scherzte Frau Fischer und war ebenfalls draußen. Auch Freigänger Uli musste wieder über Planke von Bord, da half auch keine eigene Wurstfabrik. Schließlich fand man mit Johnny das ideale Neumitglied, denn er war ein echter „Depp“.

Bilder: Nachtumzug des Freundeskreises für Turnen und Fastnacht

Das Hissen der Narrenfahne erwies sich in diesem Jahr als ungewohnt schwierig, denn der Wellengang der guten Laune machte den Narren zu schaffen. Vor lauter Freude, dass es nun endlich wieder losgeht, zogen die vier Vereinsvertreter an Bord zwar am selben Strang – jedoch am falschen Ende des Seils. Zwei mutige Matrosen retteten das Schiff aus höchster Not, stiegen in die Wanten, den Wasserturm empor und ließen das Seil wieder herab.

In diesem Jahr ist die Kampagne wieder recht kurz, die ersten Sitzungen starten bereits früh im Januar. Bei den Knallkepp hat der Vorverkauf für die beiden Sitzungen begonnen, für Hainhausen sind jeweils noch wenige Karten da und beim Freundeskreis gibt es nur noch vereinzelte Karten für die Jugendsitzungen. (pep)

Quelle: op-online.de

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