Hausfrauensitzung des Freundeskreises 2011 (FTF)

Elvis lebt im Gretel-Egner-Haus

Begeisternde Männergruppe in Frauenkleidern, die Zuggerschneggscher.   Fotos: p

Rodgau - Ein Feuerwerk der Pointen, Tänze vom Feinsten fürs Auge und viel Musik wurde von den Närrinnen im Saal mit Jubel und viel Gelächter aufgenommen. Die ausgelassene Stimmung vom Start bis zum Finale war wieder das Markenzeichen der Hausfrauensitzung des Freundeskreises 2011 (FTF). 

Kein Winkel blieb frei in der SKV Halle, als das Rodgauer Kurorchester unter Leitung von Christian Massoth die Reihen zum Schunkeln brachte. Doris Oestreicher und Gabi Ott-Beavers lösten schon mit der Eröffnung Lachsalven aus. Der Versuch einer humorvollen Anmoderation der einen wurde ganz nach dem Motto Hollywood von der anderen ins Englische übertragen, aber das mit viel Gebabbel. Zwei Naturtalente der Rodgauer Fastnacht hatten sofort den Draht zu ihrem Publikum. Da setzte die Guggemusik als Druff Kapell gleich noch einen drauf. Stehend und tanzend wurden sie beim Einzug begrüßt. Bei dieser Musik blieb kein Bein ruhig. Chefin Silke Seum tanzte vor und alle gingen mit.

Dann hieß es Bühne frei für den Nachwuchs. Die Blackbeards waren aus den Jugendsitzungen auf die große Bühne gesprungen. Das war Hollywood der frühen Jahre live mit tollen Kostümen und Requisiten. Silke Deckert und Inga Kern hatten mit den Tanztalenten eine herrliche Choreographie eingeübt. Von Charleston zu fetzigen Discoklängen. Musik floss in Bewegung, gewürzt mit Stepptanz und sportlichen Einlagen, ein Augenschmaus. Bärbel Egermeier hatte sich als Weinkönigin Bärbel die Erste verwandelt. Die Jury hätte noch rumgezickt wegen der Optik. Aber sie wolle kein Playgirl werden, sondern hat es mit dem Wein und könne drei Männer unter den Tisch trinken. Was ihr vorne und hinten fehle, kann sie mit einem überzeugenden Mundwerk ausgleichen. Mit jubelndem Beifall huldigte ihr das Volk.

Bärbel Egermeier hatte sich in die Weinkönigin verwandelt.

Wieder etwas fürs Auge war der Tanz der Piratengarde. Auch das weibliche Publikum fand großen Gefallen an dem brillanten Auftritt. Der lebhafte Applaus galt auch den Trainerinnen Andorin Schäfer und Vanessa Witt. Zwei Freundinnen auf dem Weg nach Hollywood zeigten nun, auch Frauen können kleine Gemeinheiten austauschen, aber sie können es viel charmanter. Anja Roth und Jutta Podroschko schenkten sich da gegenseitig nichts, aber viel Witz dem Publikum. Wieder eine Freude die Männergruppe in Frauenkleidern, die Zuggerschneggscher. Auch bei ihnen hat die Leiterin Silke Deckert am tänzerischen Können gefeilt. Obwohl die schicken Kleider einiges zu fassen hatten, bewegten sich die Tänzer mit Grazie und Harmonie. Der unverzichtbare Schuss Erotik kam nur in Andeutungen und wurde umso lauter aufgenommen.

Zur großen Show liefen die Proseccos auf. Zum Kampf um den Oscar traten die Stars an, von Abba bis Udo. Selbst der lange totgeglaubte Elvis erschien, kein Wunder er lebt jetzt im Gretel-Egner-Haus. Gabi Ott Beavers und Katja Schüler haben als Leiterinnen gute Vorarbeit geleistet. Schwer bepackt mit Einkaufstüten stieg Martina Meusch in die Bütt. Sie kam als Schnäppchenjägerin und verriet die ausgefuchsten Tricks. Brüllendes Gelächter zeigte, sie hat den Nerv getroffen. Jutta Koser betrat nun mit ihrer Gruppe Akzeptanz Classic die Bühne. Bekannte Gäste aus Babenhausen. Hier wurde künstlerischer Tanz gezeigt, beinah schon Ausdruckstanz vom Feinsten.

Wieder gaben Männer ihr Bestes, um die Frauen zu unterhalten. Bekannte Gäste die Bläser Doppel(s)pass mit ihrem Herbert Massoth. Als Weiskircher Fußballer zwar alte Herren, aber frisch auf der Bühne, bliesen sie mit den Pocket Trompeten ein Potpourri von bekannten Ohrwürmern. Alle sangen und tanzten mit. Doris Oestreicher erlebte das Publikum noch einmal in ungewohnter Aufmachung: als Bergwanderin. Von ihrem Mann auf die Berge geschleppt, berichtete sie von ihren Leiden. Einmal und nie wieder. Die Zuhörer haben herzhaft gelacht und ihr fröhlich gedankt.

Bilder: Jugendsitzung FTF

Alles andere als aus dem Takt war die Gruppe Taktlos. Die Träume eines Jungen setzten sie gekonnt in Szene. Das war Tanz und Athletik bunt gemischt. Regie führten Judith Mark und Jutta Podroschko. Dann ging es schon ins Finale, denn Zeit zum Feiern musste auch noch sein – gestaltet von den Proseccos. Sie besangen die schöne Heimat Rodgau zwischen Kiessee und Rathaus. Und alle Frauen stimmten ein beim Schlusssong: „Wir lassen uns das Leben nicht verbieten, das Leben nicht und nicht die Fröhlichkeit.“

Quelle: op-online.de

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