Spielen und Basteln zum Thema "Welt"

Ferienspaß der Gartenstadtschule kommt an

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In der Europa-Gruppe entstehen der Eiffelturm aus Holzbausteinen sowie das Brandenburger Tor und der Turm von Pisa aus Klorollen.  

Nieder-Roden - Ein Rezept gegen langweilige Herbstferien sind gemütliche Bastel- und Spielstunden. Weil diese mit anderen Kindern gleich noch mal so viel Spaß machen, bietet die Betreuung der Gartenstadtschule ein vielseitiges Aktionsprogramm für die Ferien an. Von Simone Weil 

Konzentriert wird in drei Räumen gewerkelt: Das Ferienthema lautet „Welt“. Weil die aber doch ein bisschen zu groß ist, hat Organisatorin Susanne Nees den Globus unterteilt. Nun beschäftigen sich jeweils 16 Grundschüler zwischen sechs und zehn Jahren sowie zwei Betreuerinnen mit den Kontinenten Amerika, Europa und Australien. Die Begriffe „Grosse Brüken“, „Krokodiele“, „Skopjon“ und „Vutbol“ stehen zweifellos für Amerika: Auf einem Plakat haben die Jungen und Mädchen erst einmal alle Einfälle gesammelt, die sie mit dem Kontinent verbinden. „Das ist so ein tolles Thema, dazu kann man so viel machen“, freut sich Susanne Nees, die stellvertretende Leiterin der Betreuung.

In der Europa-Gruppe entstehen der Eiffelturm aus Holzbausteinen sowie das Brandenburger Tor und der Turm von Pisa aus Klorollen.  

Dabei wird zunächst bereits vorhandenes Wissen der Kinder genutzt: So zieren die Tür zum Gruppenraum unzählige selbst gemalte Burger, aber auch eine extrem coole Bleistiftzeichnung mit Freiheitsstatue und den berühmten Präsidentenköpfen am Mount Rushmore. Auch Andy Warhol steht für Amerika. Deswegen haben die Schüler, die Vorklasse oder die Klassen 1 bis 4 besuchen, Fotoaufnahmen von sich mit speziellen Farbstiften verfremdet, bis sie so vielfarbig aussehen wie die Werke des berühmten Pop-Art-Künstlers.

Im Moment allerdings werden Geckos aus Ton bemalt: Noch müssen die Farben trocknen, der Föhn hat leider bereits den Geist aufgegeben und so wird die Geduld der Kinder arg strapaziert. „Warten können die nicht“, kommentiert Susanne Nees. Einfallsreiche haben sich deswegen kleine Papierfächer gebastelt, um die Sache voranzutreiben. Außerdem gibt es Ärger, weil ein Jungen einem anderen das T-Shirt angemalt hat. Ansonsten geht es aber eher entspannt zu in dem freundlich-hellen Bau auf dem Gelände der Nieder-Röder Grundschule. Das ist auch kein Wunder, weil sich derzeit nicht mal die Hälfte der etwa 120 Kinder dort aufhält, die während der Schulzeit regelmäßig die Betreuung in Anspruch nimmt.

In der Gruppe „Europa“ entsteht gerade der Eiffelturm aus Holzbausteinen. Die beiden Baumeister arbeiten hochkonzentriert, während andere sich Gedanken machen, wie der schiefe Turm von Pisa nachempfunden werden kann. „Mit Klopapierrollen könnte die Schräglage doch deutlich werden?“, überlegen die Bastler. Gesammelt haben die Ferienfreizeitkinder eigentlich alles, was ihnen zu den Ländern in Europa einfällt. Was wird dort hergestellt oder was wächst dort? Wie sagt man Guten Tag? Auf Englisch mag das noch gehen, aber wie begrüßen sich Finnen? „Bra Dag“ steht jedenfalls in der Sprechblase bei den Schweden.

Beim Thema „Australien“ dürfen das Blasinstrument „Didgeridoo“, die Ureinwohner „Aborigines“ und deren künstlerische Ausdrucksform „dot painting“ nicht fehlen. Mit diesen bunten Punkten haben die Jungen und Mädchen selbst gemachte Schildkrötfiguren verschönert, die sie gerade auf einem Regal aufbauen, das noch schön geschmückt wird. Denn am morgigen Freitag von 13.30 bis 15 Uhr soll an der Kastanienallee den Eltern präsentiert werden, was alles in dieser Woche entstanden ist. Es ist bestimmt nicht zu viel verraten, dass die Mamas und Papas sich wirklich freuen dürfen.

Archivbilder:

Pflanzaktion an der Heinrich-Böll-Schule

Quelle: op-online.de

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