Ferienspiele im Spagat zwischen Bewährtem und Neuem

Zwischen Rittern und Cheerleadern

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Die Ferienspiele sind eröffnet: Bürgermeister Jürgen Hoffmann wünscht 115 Kindern viel Spaß in den nächsten beiden Wochen.

Weiskirchen - Sommerferien in Rodgau - das heißt nicht nur Badesee und Fernsehen. Für 115 Sieben- bis Zwölfjährige haben am Montag die Ferienspiele im Bürgerhaus Weiskirchen begonnen.

Das städtische Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche setzt einige neue Akzente - nicht nur bei den Ferienspielen. Ein Breakdancer aus dem Jugendhaus und eine Cheerleaderin der Rodgau Pioneers sind neu im Team. Aber auch andere Gruppenleiter bringen neue Schwerpunkte mit, wie Jens Kurianowski von der offenen Jugendarbeit der Stadt berichtet. So gibt es jetzt Projektgruppen für „Wald und Abenteuer“ sowie fürs Mittelalter. Auch für die Größeren gibt es etwas Neues: Der Leiter des Jugendtreffs Weiskirchen, Sener Odabas, kümmert sich besonders um die Elf- und Zwölfjährigen. Sie können mit Geländespielen und Bastelaufgaben nicht mehr viel anfangen, sondern wollen lieber „cool sein“. Die Projektgruppen nehmen vier der zehn Tage in Anspruch, nächstes Jahr vielleicht noch mehr. Jens Kurianowski und sein Team wollen nicht zu viel auf einmal ändern: „Die Schwierigkeit ist, eigene Ideen mit guten, bewährten Sachen zu verbinden.“ Neben Rittern, Waldläufern, Breakdancern und Cheerleadern gibt es ja auch noch die bewährten Standards der Ferienspiele: zwei Schwimmbadbesuche, einen Ausflug zum Freizeitpark Lochmühle und das große Abschlussfest.

Auch intern hat sich bei den Ferienspielen einiges verändert. So fand das Vorbereitungs-Wochenende der Betreuer nicht im Jugendhaus, sondern im Abenteuerland Aschaffenburg statt. Neu ist auch, dass das Leitungsteam die Betreuer im Fall von Konflikten entlastet. Falls ein Streit zu schlichten ist, übernimmt das die Leitung. Auch die Kommunikation mit Eltern ist Sache der Profis. Mancher Streit in der Gruppe lässt sich schon verhindern, wenn alle Kinder die Ansagen der Betreuer mitbekommen. Gleich am ersten Tag übten die Jungen und Mädchen ein Achtung-Signal ein: „Ferienkinder - aufgepasst!“ Das geht so: Der Betreuer ruft „Ferienkinder“ und die Gruppe antwortet: „Aufgepasst.“ Und schon sind alle aufmerksam. „Das ist eine Idee unserer Jahrespraktikantin Neslihan Vasi“, berichtet Jens Kurianowski.

Das städtische Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche beschränkt sich nicht nur auf Ferienspiele, Reiterfreizeit und Sportwoche. Neu sind viele Einzelaktionen speziell für Elf- bis 15-Jährigen und Familien. Dazu gehören eine Familien-Kanutour auf der Saale, der Trendsport Wakeboarden, eine Spessartwanderung und eine Abenteuertour in der Fränkischen Schweiz. Fast alle Angebote sind ausgebucht. Ein wahrer Renner ist die Fahrt zur Computerspielmesse „Gamescom“ Anfang August in Köln, wie Jens Kurianowski berichtet: „Eigentlich hatten wir mit einem Kleinbus gerechnet, jetzt haben wir einen großen Bus gebucht.“

eh

Quelle: op-online.de

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