Wasser marsch vor Publikum

Feuerwehr Nord demonstriert ihre Arbeit

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Feuer und Flamme waren große und kleine Zuschauer bei den Vorführungen auf dem Goetheplatz.

Weiskirchen - Die meisten Opfer von Bränden ersticken im Rauch und sterben nicht an Verbrennungen, betonte Wehrführer Dieter Horch bei der Schauübung am Feuerwehrfest in Weiskirchen.

Nicht nur wegen der gesetzlichen Pflicht seien Rauchmelder jedem Haushalt eindringlich zu empfehlen. Auch ein gelegentlicher Fehlalarm sei noch immer besser als wegen eines fehlenden Rauchmelders nicht gerettet zu werden. Neben Geselligkeit und den Klängen der Rodgauer Feuerwehr-Blaskapelle gehören Vorführungen und ein paar ernste Worte seit Jahren fest zum Programm. So können die Einsatzkräfte ihre Arbeitsweise erklären, Prävention betreiben und Verständnis wecken. Diesmal führten sie einen klassischen Brandangriff in einem simulierten Wohnzimmer vor.

„Was dauert denn da so lange? Warum löschen die nicht einfach das Feuer oder holen die Verletzten schnell raus?“ Solche Fragen könnten sich Außenstehenden stellen, wenn sie das Vorgehen der Feuerwehr betrachten. Doch so einfach sei das alles nicht, erklärte Horch. Neben dem Eigenschutz seien es oft widrige Umstände vor Ort, die Zeit kosten. In dichtem Rauch gleiche es einem Blinde-Kuh-Spiel, sich in einem fremden Wohnzimmer zurechtzufinden. Wer sich mit verbundenen Augen mehrfach im Kreis dreht, der findet sich sogar im eigenen Wohnzimmer kaum noch zurecht. Deshalb tasten sich die Retter Stück für Stück nach vorne und ziehen einen Wasserschlauch hinter sich her. Das bietet zum einen Sicherheit, falls das Feuer auf die Retter zukommt, zum anderen zeigt der Schlauch den Weg zum Ausgang.

Bilder: Übung der Feuerwehr in Brandcontainern

Gespannt waren die Feuerwehrleute auf den Beginn der Übung, denn diesmal rückte Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Jürgen Hoffmann mit aus: Er fuhr mit einem alten Einsatzfahrzeug weg und kehrte mit dem neuen Mannschaftstransportwagen zurück, den kaum jemand zuvor gesehen hatte. Die offizielle Übergabe folgt erst dann, wenn der Umbau des Fahrzeugs abgeschlossen ist.

pep

Quelle: op-online.de

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