Schwarzbier am Heimatmuseum

Zum Finale der Kerb lodern die Flammen

+
Kerbtaufe mit der Klobürste: Lachend zelebrierte Helmut Trageser den derben Spaß.

Weiskirchen - Die Weiskircher können feiern, das bewiesen sie mit insgesamt fünf Tagen Kerb rund um die Kirche und einem stimmungsvollen Ausklang bei der Verbrennung des Kerbborschen.

Mit Dunkelbier, Hackbraten und Bratwurst wird die Feuerbestattung rund um das Heimatmuseum gefeiert. Die Kerb selbst wird im 800 Jahre alten Ort seit 1473 zelebriert, gab Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzender Helmut Trageser in seinem Kerbspruch zu Protokoll.

Ihren letzten Abend erlebte die Strohpuppe vom Fenster des Alten Spritzenhauses aus. Musikverein und Metronom-Music spielten, Gäste aus ganz Rodgau und darüber hinaus erwiesen ihr die letzte Ehre. „Schwarzbier und Heimatverein, das ist eine gelungene Kombination“, erzählte einer der Gäste. Immerhin trinke man ja nur einmal im Jahr die ungewöhnliche Biersorte, und das sei auf der Weiskircher Kerb. Eingelöst wurden an diesem Abend auch die fünf Körbchen Bier, die die Feuerwehr dafür löhnen musste, dass die entführte Strohpuppe wieder zurückgebracht wurde.

Kerb rund um die Kirche in Weiskirchen: Neue Bilder

Beim Bieranstich machte Bürgermeister Jürgen Hoffmann eine echte Luftnummer: Obwohl das Fässchen nicht pünktlich geliefert wurde, zapfte er gekonnt an. Wie schon die vergangenen Jahre feierten Jung und Alt das Ende der Kerb, das gegen 23 Uhr seinen feurigen Höhepunkt erreichte. Von seinem Stuhl gezerrt und mit Spiritus übergossen ging der Kerbborsch in Flammen auf. J pep

Quelle: op-online.de

Kommentare