„Fire-Fit-Challenge“ und Feuerwehrtag

Lösch-Weltmeister in Rodgau

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Angriff in voller Montur. Außer den „Firefit-Championchips“ gab es beim Tag der Feuerwehr auch wieder Angebote für die ganze Familie: einen Bobbycar-Parcours, Extrem-Fahrradfahrer, einen Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) und eine große Fahrzeugausstellung. Dazu spielte die Rodgauer Blasmusik.

Rodgau - Die erste Rodgauer Feuerwehr-WM erlebten Zuschauer am Stützpunkt Rodgau Süd. Von Peter Petrat

Ins Schwitzen kamen dabei nicht nur die rund 100 Teilnehmer, sondern auch die vielen Helfer, Schiedsrichter und selbst die Besucher, die bereits beim Anblick der körperlichen Höchstleistungen außer Puste kamen. Das Startsignal ertönt, die großen Zeitanzeigen beginnen zu laufen. In voller Montur geht es ein Gerüst hoch. Die ersten Stufen gehen noch einfach, doch die letzten der zwölf Höhenmeter ziehen sich. Oben angekommen packen die Feuerwehrmänner beherzt das große Seil an und ziehen ein schweres Schlauchpaket Stück für Stück hoch. Die Arme sind schwer. Jetzt heißt es: die extrem schmalen Treppengänge wieder nach unten.

An dieser Stelle merken bereits einige Teilnehmer, dass sie erschöpft sind. Vielleicht haben sie am Anfang zu viel Tempo gemacht. Deutlich über eine Minute ist bereits vergangen, als die schwer bepackten Einsatzkräfte an der nächsten Station ankommen. Mit einem Gummihammer schlagen sie einen großen Metallblock zur Seite. Während manche lieber mit viel Schwung draufhauen, bevorzugen andere kleinere Bewegungen. Was wirklich besser ist, lässt sich nicht sagen. „Reicht!“, so das deutliche Kommando der Schiedsrichter. Der große Hammer fällt. Auf den folgenden Metern des Parcours kann etwas Luft geholt werden. Im Slalom ans andere Ende, eine leichte Übung. Doch die Zeit läuft unerbittlich weiter. Jetzt den Schlauch geschnappt und gerade wieder zurück. Die Flammen an der nächsten Station beginnen zu lodern. Wasser marsch! Vor lauter Erschöpfung geht der Strahl oft nicht direkt beim ersten Versuch genau ins Ziel.

Bilder: „Fire-Fit-Challenge“ bei Feuerwehrtag in Rodgau

Die mitfiebernden Zuschauer ohne Schattenplatz am Rand der Strecke freut die kleine Abkühlung. Doch die wahre Feuerprobe des Parcours kommt ganz ohne Flammen aus. 30 Meter weit muss abschließend eine 80 Kilogramm schwere Puppe gezogen werden. An der Stelle erwischt es die meisten; die Luft ist einfach raus. Einige haben bereits Probleme, die Puppe überhaupt von der Stelle zu bewegen. Die 80 Kilo scheinen unendlich viel schwerer. Die Anfeuerungsrufe werden lauter. Selbst der bereits fertige Gegner von der Bahn nebenan motiviert nochmal. Geschafft! Völlig erschöpft sinken die Teilnehmer auf der großen Matte zusammen, Helfer nehmen ihnen Maske und Sauerstoffflasche ab. Für einen Blick auf ihre Zeit haben sie erstmal keine Luft: viel trinken!

Gerade bei den sommerlichen Temperaturen waren die Einzelwettkämpfe eine echte Herausforderung. Bei den Mannschaftswettbewerben konnte man sich den Parcours teilen. „Wir wollten das unbedingt machen“, erklärt Organisator Sebastian Murmann die neue Attraktion am Feuerwehrfest. Doch der Aufwand war riesig. Das Team ging bis an seine Grenzen. Denn nach jedem Durchgang musste der Parcours wieder hergerichtet und die 80 Kilogramm schwere Puppe wieder auf Position gelegt werden. Sehr zufrieden mit dem Ablauf verspricht er, dass die Aktion wiederholt wird.

Quelle: op-online.de

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