Schnellere Information kaum möglich

Flüchtlinge im Hotel: Kreis weist Vorwürfe zurück 

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Der Kreis Offenbach quartiert am Montag 50 Flüchtlinge im ehemaligen „Darmstädter Hof“ ein. Der Eigentümer des Hauses kann in den nächsten Jahren mit sicheren Einnahmen rechnen.

Weiskirchen - Die Belegung des Hotels „Olive Inn“ mit Flüchtlingen kann nach Ansicht des Kreisbeigeordneten Carsten Müller (SPD) keine Überraschung für die Stadt Rodgau sein.

Müller weist den Vorwurf zurück, er habe die Verantwortlichen in Rodgau unzureichend oder zu spät informiert. Gegenüber unserer Zeitung stellte er den Ablauf so dar: Im September habe die Stadt Rodgau das Hotel als Flüchtlingsunterkunft vorgeschlagen. Nach einer Besprechung aller Beteiligten am Freitag, 2. Oktober, im Rathaus habe gleich am folgenden Montag eine Begehung mit Bauaufsicht und Brandschutz stattgefunden.

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Die Ergebnisse habe er, Müller, am gleichen Tag um 17.49 Uhr per E-Mail dem Ersten Stadtrat Michael Schüßler mitgeteilt: Anmietung ab 1. November auf zehn Jahre zu einem Festbetrag für bis zu 76 Personen, Erstbelegung möglichst am 12. Oktober. Auf Wunsch des Hoteliers sei dieser Termin jedoch um eine Woche auf den 19. Oktober verschoben worden. Darüber habe er die Kreiskommunen in einer Lagebesprechung am Dienstag, 6. Oktober, informiert. Eine schnellere Information sei kaum möglich. Der Kreis-Sozialdezernent appelliert ans Miteinander aller Beteiligten: „Wir sitzen doch im gleichen Boot. “ Wenn die Stadt Rodgau mit dem Kreis ein Problem habe, müsse sie die zugewiesenen Flüchtlinge ohne Unterstützung aus dem Kreishaus unterbringen.

eh

Quelle: op-online.de

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