Passen richtig gut zusammen

FTF und RV Germania verschmelzen zu Sportfreunden Rodgau

Jügesheim - Die zweite Vereinsfusion in diesem Jahr ist abgemachte Sache: Der Verein für Turnen und Fastnacht – Freundeskreis 2011 Rodgau und der Radfahrerverein Germania 1911 wollen sich fest zusammentun. Von Simone Weil 

Das haben die Mitgliederversammlungen der beiden Organisationen jetzt beschlossen – einstimmig. Sportfreunde Rodgau soll der neue Verein heißen. Die Mitglieder stehen voll und ganz hinter der geplanten Vereinshochzeit. Das haben die getrennten Versammlungen der beiden Organisationen ergeben. Hundert Prozent Zustimmung für einen Zusammenschluss zum 1. Juli: Solch ein eindeutiges Ergebnis spricht dafür, dass die Verschmelzung gut vorbereitet und tatsächlich von allen Beteiligten gewollt ist. Sportfreunde Rodgau wird der neue Verein heißen. „Wir freuen uns auf das, was kommt“, hat der Radfahrerverein bereits via Facebook mitgeteilt. Auch FTF-Vorsitzender Rudi Ott ist überzeugt, dass es sich bewährt hat, die Verschmelzung ein Jahr lang sorgfältig zu planen und alles „ohne Eile und in aller Ausführlichkeit“ vorzubereiten und über die Bühne zu bringen. Schließlich sollte niemand überfahren werden oder gar das Gefühl vermittelt bekommen, er müsse das Ganze einfach nur abnicken.

RV-Germania-Vorsitzender Jürgen Herr ist froh, dass die Weichen für die gemeinsame Zukunft nun gestellt sind: Der Radfahrerverein mit seinen 133 Mitgliedern (darunter viele Kinder) bringt die Radsporthalle und das Gelände in Jügesheim mit in die Ehe ein, der 100 Jahre jüngere FTF hat immerhin 620 Mitglieder als Aussteuer im Gepäck. „Das ist eine große, engagierte und motivierte Mannschaft, wir steuern insbesondere den Mittelbau und die Jugend bei“, sagt Rudi Ott nicht ohne Stolz. „Wir kooperieren jetzt fast vier Jahre, das passt einfach“, meint Herr. Wie sein Vorstandskollege Ott erläuterte, sei die Fusion eine Folge dieser intensiveren Zusammenarbeit. Die gemeinsame Aktivitäten hätten zu einem engeren Zusammenrücken geführt: „Das Vertrauen ist da.“

Es begann mit sportlichen Übungsangeboten, die wechselseitig von allen Mitgliedern genutzt werden konnten. Bei Ausfall einer Übungsleitung sprangen Kolleginnen des anderen Vereins ein. Der FTF half während der kulinarischen Woche und der RV beteiligte sich am Apfelfest. Ein Erfolg war dort die Premiere einer Veranstaltung an Weiberfastnacht. Während die einen händeringend nach Räumen für ihre stark nachgefragten Angebote suchen, verfügt der RV Germania über eine eigene Halle, die längst nicht völlig ausgelastet ist und hofft auf neue Impulse. „Wir werden schauen, was da zu optimieren ist“, kündigt Ott zuversichtlich an.

Bilder: Jügesheimer Vereinsfusion zur JSK Rodgau

Wie es jetzt zunächst weitergeht: Der ausgehandelte Fusionsvertrag wird rechtlich geprüft. Zum 1. Juli treten die Mitglieder des FTF dem Radfahrerverein bei. Dann soll es nach den Schulferien im Spätsommer eine erste gemeinsame Jahreshauptversammlung geben, bei der satzungsgemäß über den neuen Namen abgestimmt wird. Es wird ein neuer Vorstand gewählt und auch eine neue Satzung beschlossen. Wirksam werden all diese Änderungen dann mit dem Eintrag in das Vereinsregister. Doch auch wenn es einen neuen Verein mit anderem Namen und neuem Vorstand gibt, soll an die Tradition angeknüpft werden. Das Gründungsjahr wird der neue Verein auch mit 1911 angeben können.

Quelle: op-online.de

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