Schulen sind randvoll

GBS-Aula stößt an ihre Grenzen

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Rodgau - Mehr als 400 Schüler kommen am Montag in die 5. Klasse. Spitzenreiter in der Schülergunst ist diesmal die Georg-Büchner-Schule. Sie begrüßt so viele Neuzugänge, dass die Aufnahmefeier in zwei Teilen stattfinden muss - die Aula wäre sonst zu klein. Von Ekkehard Wolf 

Die Georg-Büchner-Schule (GBS) kehrt zurück zu alter Größe. Die kooperative Gesamtschule in Jügesheim wächst auf 900 Schüler. „Wenn wir nächstes Jahr wieder die 10. Klassen im Gymnasialzweig haben, werden wir vielleicht wieder an die 1 000 herankommen“, sagt Schulleiter Winfried Döring. 230 neue Fünftklässler fangen am Dienstag in Jügesheim an, viel mehr als in den letzten Jahren. „Wir können sie ohne Probleme aufnehmen“, so Döring. Damit die Aula nicht aus allen Nähten platzt, finden am Dienstag zwei Aufnahmefeiern statt. Im 5. Jahrgang hat die GBS künftig sechs Gymnasial- und drei Realschulklassen. Die kleinste Klasse des Realschulzweigs nimmt auch die wenigen angemeldeten Hauptschüler auf. Die Schule hat für sie ein spezielles Förderkonzept entwickelt. Eigene Hauptschulklassen gibt es erst im 7. bis 9. Jahrgang. Einen Schwerpunkt setzt die GBS im neuen Schuljahr in allen drei Schulzweigen beim individuellen Lernen.

Die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Hainhausen bleibt mit rund 780 Schülern randvoll, wie Schulleiter Tino Desogus berichtet. Obwohl die Zahl der Anmeldungen etwas zurückgegangen ist, bildet die GSS mit 125 Fünftklässlern erneut sechs Klassen: vier im Gymnasium, eine in der Realschule. Bis auf eine Realschulklasse setzen sie thematische Schwerpunkte auf Musik (eine Stunde Instrumentalunterricht pro Woche), Naturwissenschaften oder Kunst (je zwei praxisorientierte Stunden). Die Personalausstattung von 104 Prozent erlaubt neben dem Unterricht auch weiterhin Arbeitsgemeinschaften und Förderangebote. Bis zu den Infoabenden im November will die GSS ihr Realschulkonzept überarbeiten. Desogus: „Da wollen wir wieder attraktiver werden.“

Die Heinrich-Böll-Schule (HBS) in Nieder-Roden startet mit vier 5. Klassen ins neue Schuljahr. Die Klassen sind relativ klein, genaue Zahlen nennt Schulleiterin Andrea Haus nicht. Die Lehrerversorgung sei erfreulich gut, das junge Kollegium sei hoch motiviert. Die einzige integrierte Gesamtschule in Rodgau führt sowohl ihre naturwissenschaftlichen Zusatzangebote (Nawi, Witek) als auch ihr Musikkonzept weiter: Alle Schüler der 5. und 6. Klassen erlernen ein Musikinstrument, das sie sich selbst ausgesucht haben. Die Schule stellt die Instrumente leihweise zur Verfügung; der Schulförderverein hat dafür viel Geld ausgegeben. Mit Blick auf die Zukunft arbeitet die HBS weiter an einem Konzept zur Rhythmisierung des Schultags, um das „Ganztagsprofil zwei“ mit Leben zu erfüllen. Dazu dürfte auch der Abschied vom 45-Minuten-Takt gehören.

Die Aufnahmefeier für die Fünftklässler ist bereits am Montag um 17 Uhr, um berufstätigen Eltern entgegenzukommen. Als Service für die neuen Schüler bietet die HBS erstmals eine Grundausstattung mit Schulmaterial (Hefte, Umschläge, Schnellhefter). Damit fällt der Einkaufsstress am ersten Schultag weg.

Quelle: op-online.de

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