Gesangverein Germania Dudenhofen rundet Festjahr ab

Vereinsgeschichte gesungen

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Auch den gemischten Stimmen lauschte das Publikum beim großen Konzertabend sehr gerne.

Dudenhofen - „Ein musikalischer Bogen durch unsere Vereinsgeschichte“: Zum Abschluss des Festjahres zum 120. Geburtstag lud der Gesangverein Germania Dudenhofen zu einem bunten musikalischen Bilderreigen durch die Vereinsgeschichte ein.

Gespannt wurde der Bogen vom Geburtstagskind, dem Männerchor, sowie dessen „kleiner Schwester“, den im kommenden Jahr 20 Jahre jungen Mixed Generations.

Die musikalische Leitung hatte Alexey Gubin, der wie auch Simon Wehner als Solist mit Keybord, Gitarre und vor allem Gesang zur absoluten Attraktion wurde. Umrahmt wurde der Abend im Bürgerhaus mit der charmantem Moderation einer echten und weit über den Kreis hinaus bekannten Dudenhöferin, der Kreisbeigeordneten Claudia Jäger. „Das letzte Mal, dass ich meinen eigenen Verein angesagt habe, liegt 20 Jahre zurück, bei der Veranstaltung ‚Chöre unserer Stadt’ – da wurde es mal wieder Zeit“ – darüber freute sich vor allem der Vorstand, unter anderem Sigrun Kraus und Rolf Jäger: „Sie hat schon letztes Jahr ohne Zögern die Schirmherrschaft und die Moderation übernommen“ – und sie deutete zum Abschluss auch an, dass es an der Zeit sei, selbst in ihrem Verein mitzusingen – den roten Schal trug sie bereits.

Davor aber zeigten die beiden Chöre ihr Können, weniges schon länger im Repertoire, vieles ganz neu erarbeitet, seit vor rund drei Jahren der Dirigent, Sänger und Theatermusiker Alexey Gubin den Traditionsverein übernommen hat. Beim Männerchor zeigte sich das vor allem in den Natur-, Liebes- und Trinkliedern im schwungvollen zweiten Teil: Der klassische mehrstimmige Männergesang in dieser personellen Stärke bringt entgegen vielen anderen Vereinserfahrungen durchaus großes Vergnügen, den Sängern offensichtlich ebenso wie den Zuhörern.

Fast durchwegs neue Stücke hatten die „Mixed Generations“, der wirklich gemischte Chor des Vereins, im Reisegepäck. Mehrere Spirituals, dazu ein Gospel und zum krönenden Schluss einige Ohrwürmer, fast schon Gassenhauer, in ihrer absolut eigenen Version: die Münchner Freiheit etwa mit „So lang man Träume noch leben kann“ oder das abschließende „Down by the Riverside“– „Das ist einfach nur Kult“, freute sich Claudia Jäger bei der Ansage.

Zum Schmunzeln brachten die Solisten ihr Publikum: „Wir bringen Ihnen Lieder aus der Zeit, als Sie so alt waren wie wir heute“ – dieser etwas despektierliche Satz für ein durchaus altersgemischtes gut 250 Zuhörer starkes Publikum steigerte natürlich die Erwartungshaltung – und sollte sich bewahrheiten. Kaum jemand im Saal, der nicht mitwippte, mittippte mit den Fingern oder zu guter Letzt lauthals mitsang, wenn Alexey Gubin (47) und Simon Weber den King of Rock Elvis Presley aufleben ließen (mit einem fast lebensnahen Timbre in Gubins Stimme) oder Peter Maffay mit „Es war Sommer“. Ob „Bridge over Troubled Water“ oder „Killin’ me Softly“ – die beiden wickelten ihr Publikum mit Gitarre und Gesang um den Finger bis hin zu geschwungenen Leuchtstäben zu „My Way“ und mehr. Auch Chorsängerin Claudia Curman mit ihrer Überraschungs-Gesangseinlage wurde kräftig gefeiert. Eine gelungene Idee des Vereins, den Abschluss von „120 Jahre Germania Dudenhofen“ mit so viel Pep und einer so bunten Mischung abzurunden – das macht Lust auf mehr.

Und mehr gibt es von der Germania spätestens am 9. Januar bei der Holzversteigerung an der Gänsbrüh oder beim Rosenmontagsball rund um die „Karibik im Bürgerhaus“. Wer Lust bekommen hat: Der Männerchor probt dienstags um 18.30 Uhr, die Mixed Generations um 20.15 Uhr, beide Formationen im Vereinshaus am Bürgerhaus Dudenhofen. (chz)

Quelle: op-online.de

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