Rossmann-Lager mit 130 Arbeitsplätzen

Erste Halle geht jetzt in Betrieb

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Dudenhofen - Die erste Halle im Gewerbe- und Logistikpark füllt sich. Seit Anfang Juli lagert die Drogeriemarktkette Rossmann dort ihre Waren ein. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli fahren die ersten Lastzüge ab, um Rossmann-Märkte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern zu beliefern.

Etwa 130 Menschen aus der Region haben im Verteilzentrum Arbeit gefunden, aber nur für drei Jahre. Für Rossmann ist die 19.000 Quadratmeter große Halle eine Übergangslösung, obwohl das Unternehmen rund zwei Millionen Euro in die Ausstattung investiert hat. Die Halle östlich von Dudenhofen ist zu klein und zu niedrig. Das künftige „Verteilzentrum Südwest“ soll 30.000 bis 40.000 Quadratmeter groß sein. Ein automatisches Hochregallager erfordert eine Gebäudehöhe von 30 bis 40 Metern. Das Unternehmen sucht ein geeignetes Grundstück im Umkreis von 100 Kilometern. Am endgültigen Standort werde Rossmann allen Mitarbeitern unbefristete Verträge anbieten, sagt Michael Rybak, Geschäftsführer Logistik / IT.

Zunächst werden rund Verkaufsstellen von Rodgau aus beliefert, in drei Jahren sollen es 390 sein. Die Zahl der Mitarbeiter soll in diesem Zeitraum auf 160 steigen. Die Arbeiter im Warenausgang arbeiten von Sonntag, 22 Uhr, bis Freitag, 22 Uhr, in drei Schichten rund um die Uhr. Wareneingang und Kommissionierung sind in zwei Schichten von 6 bis 22.20 Uhr besetzt. Wie lange genau Rossmann im VGP-Gewerbepark bleibt, kann Rybak noch nicht sagen: „Ich kenne auch viele Übergangslösungen, die zu permanenten Lösungen geworden sind.“ Der Mietvertrag sei für drei Jahre abgeschlossen und könne drei Mal um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Nur ein Teil des Warensortiments hat in der Halle Platz, nämlich 2200 von rund 4 800 Artikeln. Dabei handelt es sich um großvolumige Waren, die besonders häufig verkauft werden - also etwa Windeln, Toilettenpapier und Waschmittel. Die übrigen Artikel werden aus dem zentralen Logistikzentrum in Landsberg nach Rodgau gebracht. Hier werden die Lieferungen an die einzelnen Rossmann-Läden zusammengestellt. Die Anlaufphase für die Mitarbeiter ist kurz. Die Arbeit wird in den ersten Tagen zügig hochgefahren. Schon nach einer Woche sollen es täglich 46.000 Positionen, also kommissionierte Artikel, sein. Nachts oder in den frühen Morgenstunden fahren täglich 23 Lastzüge zu den Verkaufsstellen.

Baustelle im Gewerbegebiet

Mit dem Betriebsbeginn in Rodgau verabschiedet sich Rossmann von einem anderen Verteilzentrum in der Nähe von Erfurt. Rossmann hatte das Lager in Apfelstädt vor einem Jahrzehnt zusammen mit den kd-Drogeriemärkten übernommen. Die 150 Mitarbeiter in Thüringen sollen von der Fiege-Gruppe weiterbeschäftigt werden. Für das Lager im VGP-Park stellt Rossmann weitere Arbeiter ein. Für nächste Woche sind 120 Vorstellungsgespräche angesetzt. (eh)

Quelle: op-online.de

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