Zukunft für ehemaligen Feuerwehrplatz

Wohnen soll bezahlbar sein

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Klatschmohn blüht auf dem Grundstück des ehemaligen Feuerwehrhauses Hainhausen. Der Magistrat soll nun ein Konzept für eine Wohnanlage mit zwei bis drei Stockwerken entwickeln. Die Wohnungen sollen barrierefrei und bezahlbar sein.

Hainhausen - Auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrhauses Hainhausen sollen nach Ansicht des Stadtparlaments Wohnungen entstehen.

Vom Magistrat erwarten die Stadtverordneten nun einen Vorschlag zum Bau barrierefreier, bezahlbarer Wohnungen - möglicherweise zusammen mit privaten Investoren. Zudem soll der Magistrat eine Liste aller städtischen Grundstücke vorlegen, die sich für den Geschosswohnungsbau eignen.

„In Rodgau wird gebaut, so weit das Auge reicht“, sagte Heino Reckließ (FDP) in der Stadtverordnetenversammlung. Trotz der aktuellen Bautätigkeit fehle es aber an bezahlbaren Wohnungen. Die regierende Kooperation (SPD, Grüne, FDP, FW) wolle in der Hainhäuser Ortsmitte „überschaubare Blöcke mit sechs, acht Wohneinheiten“. Im Gegensatz zur Wohnanlage in der Ludwigstraße 58 bis 60 (Jügesheim) strebe die Kooperation diesmal jedoch keinen sozialen Wohnungsbau an.

Feuerwehrgelände sei Filetstück Hainhausens

Das Viererbündnis habe „einen durchaus sinnvollen Vorschlag vorgelegt“, attestierte Heiko Lautenschläger (CDU). Bezahlbare Wohnungen seien auch ein Anliegen der Union. Das ehemalige Feuerwehrgelände sei ein Filetstück Hainhausens, dessen Bebauung den ganzen Stadtteil aufwerten könne. Gerade die CDU habe im Ortsbeirat regelmäßig nach der künftigen Nutzung des Areals gefragt, aber nie eine positive Antwort erhalten.

Keine Mehrheit fand die CDU für ihren Antrag, zur Aufwertung der Ortsmitte noch zwei weitere Grundstücksfragen zu klären. Nach ihrem Wunsch sollte der Magistrat mit der Turngemeinde Hainhausen und der katholischen Kirche über die Zukunft des TGH-Clubheims und des Pfarrsaals sprechen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

„Es gibt inhaltlich keinen großen Dissens zwischen uns“, betonte Winno Sahm (Grüne). In der alten Ortsmitte bestehe ein Flickenteppich aus unbewohnten Gebäuden, ungenutzten Grundstücken und bewohnten Privathäusern. Ein Gesamtkonzept für eine umfassende Erneuerung sei nur sinnvoll, wenn alle Eigentümer mitziehen. Zunächst gehe es darum, relativ rasch Wohnraum zu schaffen. Das Bauvorhaben auf dem Feuerwehrgelände könne im besten Fall eine Initialzündung sein.

Ein Bauvorhaben allein könne das Problem nicht lösen, gab Otto Melzer (ZmB) zu bedenken: „Wenn wir preiswerten Wohnraum wollen, hilft nur eines: bauen, bauen, bauen - und zwar so lange, bis ein Überangebot vorhanden ist.“ Erst dann sei mit sinkenden Mieten zu rechnen. Nicht durchsetzen konnte sich die ZmB-Fraktion mit ihrem Antrag, fürs Wohnprojekt auf dem Feuerwehrplatz auch Bauweisen wie Holz- und Modulbau zu prüfen.

Quelle: op-online.de

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