Wohlbfinden von Schülern und Lehrern gefördert

Heinrich-Böll-Schule: Gesundheit als Programm

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„Wissensvermittlung alleine verbessert nicht die Gesundheit unserer Kinder“, appellierte Dr. Manuel Lösel – und überreichte Schulleiterin Andrea Haus das Zertifikat.

Nieder-Roden - Die Heinrich-Böll-Schule (HBS) kann feiern. Hessens Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel hat ihr gestern das Gesamtzertifikat „gesundheitsfördernde Schule“ überreicht.

Gesunde Schüler, gesunde Lehrer: darum kümmert sich die Heinrich-Böll-Schule in besonderem Maß. Dies würdigt das gestern verliehene Zertifikat. Der Weg bis dahin führte über vier Teilzertifikate. Schulleiterin Andrea Haus erinnerte an diese vier Stationen. Das Teilzertifikat „Bewegung und Wahrnehmung“ erhielt die HBS im Juni 2009, „Sucht- und Gewaltprävention“ folgte im Mai 2010, „Ernährung und Verbraucherbildung“ im Frühjahr 2011. Das vierte Teilzertifikat, mit dem die Gesamtqualifizierung als „gesundheitsfördernde Schule“ erreicht ist, widmete sich der „Gesundheit für Lehrerinnen und Lehrer“.

Haus machte deutlich, wie zufrieden Schüler und Lehrer mit ihrer Schule seien. Dies belege eine aktuelle Studie, die im Zuge der Doktorarbeit eines Absolventen der Uni Frankfurt zustande gekommen war. 86 Prozent der Lehrer sind mit der HBS sehr zufrieden. 95 Prozent der Befragten finden, dass sich die Schulleitung für ein gesundheitsförderndes Klima engagiert. 100 Prozent sagen, es gebe immer ein offenes Ohr für Sorgen. Und 84 Prozent der Schüler fühlen sich durch Lehrer und Schulleitung gut unterstützt. Probleme habe die HBS indes bei der „Akzeptanz durch die Bevölkerung“, sagte die Schulleiterin. „Einleuchtende Erklärungen hierfür haben wir nicht.“

Bevor der Staatssekretär den Klassensprechern Bälle für den Sport zuwarf, stellte er heraus, dass die HBS sich durch die Verankerung des Projekts „Bewegte Schule“ im Schulprogramm, zahlreiche Sport-Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag wie Fußball, Rugby oder Cheerdance und Kooperationen mit Ärzten und Sportvereinen in der Region auszeichne. Musikalisch begleitete die Streicherklasse, geleitet von Sue Ferrers, die kleine Feierstunde, zu der die Catering AG der Schüler gesund belegte Brötchen reichte.

Eine mögliche Erklärung lieferte Dr. Peter Bieniußa, Leiter des Staatlichen Schulamts Offenbach. So unterliege die Schulwahl „Moden, auf die wir keinen Einfluss haben“. Die HBS müsse sich nicht verstecken. Im Gegenteil. Sie habe ein einmaliges Profil unter allen Schulen im Landkreis. Beispielhaft sei die HBS zum Beispiel beim Thema Inklusion. Dr. Bieniußa lobte ausdrücklich das herausragende Förderprogramm. Der Unterricht orientiere sich nicht unbedingt an Eliten, sondern jeder Schüler werde seinen Neigungen gemäß unterstützt. Diese ganz ureigene Identität und Qualität könne keiner der HBS nehmen.Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel freute sich, dass zur Feier auch die Klassensprecher kamen. Ausführlich ging der Musiklehrer und frühere Schulleiter auf Projekte zur Gesundheitsförderung an der HBS ein. Dies alles sei „im Unterricht verankert, was den Zugang zum Thema erleichtert“. Außer dem Zertifikat überreichte der Gast ein Schild „Gesundheitsfördernde Schule“ und Bälle für den Sport. (bp) 

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Quelle: op-online.de

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