Nach Weinfest in Nieder-Roden

Ärger über nächtliche „After-Hour-Partys“

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Nieder-Roden - Auch nach dem Weinfest wird gefeiert. Anwohner rund um den Puiseauxplatz kommen nachts nicht immer gleich zur Ruhe. Eine Leserin unserer Zeitung berichtet von „After-Hour-Partys“ bis tief in die Nacht.

Reklame für die "Weinfest-After-Hour-Party" an einem leer stehenden Ladenlokal in Nieder-Roden.

Sie fürchtet um den guten Ruf des Weinfests, wenn sich die Auswüchse fortsetzen. Die Betreiber der Weinstände seien daran unschuldig. „Das Weinfest in Nieder-Roden ist das schönste Fest des Jahres“, schreibt die Nachbarin, deren Name der Redaktion bekannt ist. In der Nacht zum Sonntag sei sie trotz geschlossener Fenster gegen 3 Uhr aufgewacht: „Da war ein Höllenlärm.“ Die Polizei registrierte um 2.23 Uhr einen Anruf wegen nächtlicher Ruhestörung, wie die Pressestelle auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Die Beamten hätten Besucher des Weinfests angetroffen, die in Gruppen nach Hause gegangen seien. Die Anruferin will das nicht stehen lassen. Ein Plakat habe abendliche Partys für Freitag bis Sonntag angekündigt. Auch die Abfälle und Scherben am nächsten Morgen könnten nicht von den Weinständen stammen: „Auf dem Weinfest werden keine Plastikbecher und keine Bierflaschen ausgegeben.“

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Auch die Partnerschaft Nieder-Roden - Puiseaux betrachtet die Entwicklung mit Sorge. „Die Frau hat recht: freitags und samstags ist Party angesagt“, berichtet Vorsitzender Andreas Spott: „Fakt ist, dass viele Jugendliche erst nach Mitternacht auftauchen und oft ihre eigenen Getränke mitbringen. Das Phänomen beobachten wir seit zehn Jahren.“ Der Ausschank an den Weinständen ende pünktlich zur vereinbarten Zeit (freitags und samstags um Mitternacht, sonst um 23 Uhr). Allerdings sei es nicht durchsetzbar, dass alle Gäste gleich nach Hause gingen. Der Partnerschaftsverein habe einen Wachdienst engagiert, damit Buden und Bänke nicht zerstört werden. Ein Ehrenamtlicher räume vormittags auf. Spott: „Mehr können wir nicht tun.“

eh

Quelle: op-online.de

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