Was lange währt...

Ideen für den Bahnhofsplatz in Dudenhofen

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Zwölf Jahre nach dem Start der S-Bahn soll das Umfeld des Bahnhofs in Dudenhofen ein ansprechendes Gesicht bekommen. Pläne gab es dafür schon viele. Jetzt endlich sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. So wild wird rings um den Bahnhof in Dudenhofen geparkt – Verbotsschilder hin, Verbotsschilder her.

Dudenhofen - Was lange währt, wird – hoffentlich – endlich gut. Zwölf Jahre nach dem S-Bahn-Start gibt es wieder einmal Pläne, den Bahnhofsvorplatz in Dudenhofen ansprechend zu gestalten.

Der Magistrat will die Bushaltestelle der Linie K 86 direkt an den Bahnsteigzugang verlegen. Für Autos sind 42 zusätzliche Stellplätze geplant. Das wilde Parken soll ein Ende haben. Vor dem Bahnhof, wo bisher Autos unter den Bäumen stehen, ist eine Grünanlage vorgesehen. Ein ellipsenförmiger Platz mit Sitzbänken soll zum Aufenthalt einladen. Als Blickfang ist dort ein Kunstwerk oder ein Denkmal vorgesehen. Auch an die Fahrradfahrer ist gedacht. Die geplanten Wege sind für den Radverkehr optimiert, zudem sind neue Fahrradständer (Bike + Ride) geplant.

„Das wird eine runde Sache“, kündigt Bürgermeister Jürgen Hoffmann an. Die Platzgestaltung werde das Umfeld des Bahnhofs erheblich verschönern. Dies sei allerdings „seit zehn Jahren überfällig“. Mit dem Bahnhofsvorplatz haben sich die städtischen Gremien schon mehrmals beschäftigt. Der Ortsbeirat hat im Lauf der Jahre mehrere Gestaltungspläne erörtert. Der vorliegende Entwurf sei jedoch „der erste wirklich abgestimmte Plan“, betont Bürgermeister Hoffmann. Er sei das Ergebnis einer intensiven Abstimmung, unter anderem mit der Kreisverkehrsgesellschaft, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Straßenbauverwaltung „Hessen mobil“.

1,1 Millionen Euro will der Magistrat für den Bahnhofsvorplatz ausgeben. Zuschüsse in Höhe von 400.000 Euro sind avisiert. Wenn alles klappt, wird nächstes Jahr gebaut. Die Gerätehalle zwischen den Parkplätzen ist dann längst weg. Ein Bauunternehmer will sie umsetzen. Die Gerätehalle war nicht das einzige Hindernis, das dem Umbau des Platzes bisher im Weg stand. Allein die Klärung der Eigentumsverhältnisse beschäftigte Stadt und Bahn jahrelang. Das jüngste Problem: Die Planung durfte nicht in die bestehenden Parkplätze eingreifen, um frühere Zuschüsse nicht zu gefährden.

Hier zieht ein ganzer Bahnhof um

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Der Umbau des Platzes ist ein alter Wunsch. Seit dem S-Bahn-Start im Dezember 2003 gibt es Überlegungen, das ungeordnete Durcheinander in eine ansprechende Visitenkarte des Stadtteils zu verwandeln. Vier Gestaltungspläne beschäftigten seither die städtischen Gremien, zuletzt im Frühjahr 2010. Damals sprach sich der Ortsbeirat einstimmig für einen Umbau aus, der gänzlich auf Parkplätze verzichtet. Das größte Hindernis einer Umgestaltung waren bisher die Eigentumsverhältnisse. Nur ein Teil der Fläche ist im städtischen Eigentum, der Rest gehört der Deutschen Bahn. Die Grenze zieht sich quer über den Platz. Noch 2006 hoffte die Stadt, den Bahnanteil per Flächentausch zu erhalten, weil die Vermessungsarbeiten nach dem S-Bahn-Bau noch nicht abgeschlossen waren.

Der Umbau des DB-Konzerns und mehrfach wechselnde Zuständigkeiten machten die Sache nicht einfacher. Über Jahre hinweg gelang es der Stadtverwaltung nicht, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Erst im Dezember 2009 nahm die Stadt Gespräche mit der DB Immobilien-Service GmbH auf. Auch der Startschuss von Bahn-Chef Rüdiger Grube beim 24-Stunden-Lauf im September 2011 brachte die Angelegenheit wieder ins Rollen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann nutzte die Chance, das Thema auf dem kleinen Dienstweg anzusprechen.

bp / eh

Quelle: op-online.de

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