Städtebaulicher Wettbewerb

Ideen für einen neuen Stadtteil

Rodgau - Mit einem städtebaulichen Wettbewerb will die Stadt Ideen für ein großes Wohngebiet zwischen Jügesheim und Hainhausen sammeln. Dies kündigte der Magistrat gestern an. Die fast 45 Hektar westlich der S-Bahn gelten als eine der größten Zuwachsflächen in der Region.

Dort soll praktisch ein neuer Stadtteil entstehen. Die Wiesen und Felder zwischen der Südtrasse und dem Alten Weg sind schon lange als Baulandreserve im Gespräch. Der frühere Bürgermeister Alois Schwab hatte dieses „Zukunftsgebiet“ bereits 2004 zum Wahlkampfthema gemacht. Im Stadtparlament fand er damals wenig Gegenliebe. Elf Jahre später beschloss das Parlament, diese Fläche bevorzugt als Baugebiet zu entwickeln. Im Beschluss vom Mai legten die Stadtverordneten noch zwei weitere Wohnbauflächen fest: im Südwesten Nieder-Rodens zwischen Forschheimer See und S-Bahn sowie an der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Dudenhofen.

Die 45 Hektar zwischen Jügesheim und Hainhausen sollen in mehreren Abschnitten entwickelt werden. Dazu gehören Einkaufsmöglichkeiten, Kindergarten und Grünflächen - eine große Aufgabe für die Stadtplaner. Planung und Bebauung dürften bis zu zwei Jahrzehnte dauern.

Wie viele Einwohner dort einmal leben werden, hängt von der Art und Größe der Gebäude ab. Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler sprechen von „ein paar tausend Einwohnern“. Die Regionalplanung fordert eine verdichtete Bauweise mit 35 bis 50 Wohnungen pro Hektar. Der Ausgleich für Eingriffe in die Natur soll so weit wie möglich innerhalb des Baugebiets erfolgen.

Um die Baulandpreise stabil zu halten, will der Magistrat weiterhin mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zusammenarbeiten. Bereits bei den Baugebieten J 41 und H 17 hatte die HLG Ankauf, Umlegung und Erschließung übernommen. Die Stadt hatte den Preis für den Ankauf der Flächen auf höchstens 65 Euro pro Quadratmeter festgelegt. (eh)

Quelle: op-online.de

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