Ideen zur Neugestaltung der Grünanlage „Auf dem Brühl“

Badestrand für Hunde

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Dieter Merget (Mitte) stellte das Projekt vor. Viele Wünsche blieben auf der Strecke. Etwa die Matsch-Ecke. Das Wasser müsste regelmäßig auf Trinkwasserqualität untersucht werden: zu teuer. Nichts wird’s auch mit dem Badestrand für Kinder: zu gefährlich.

Hainhausen - Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Grünanlage „Auf dem Brühl“ in Hainhausen: Rund 300 Haushalte waren eingeladen worden, 30 Anlieger kamen.

Was Väter, Mütter und Kinder bei der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der 120 mal zehn Meter großen Spiel- und Freizeitfläche „Auf dem Brühl“ an Ideen einbrachten, wird nur teils in die konkrete Planung einfließen. Sicher ist wohl: Es wird dort einen Hundebadestrand geben. Das Gelände zwischen Burgstraße, Rodau und Feld ist eigentlich ein Idyll. Der Spielplatz dort (acht mal 16 Meter groß) hat aber nur eine Minimalausstattung: Rutsche, Sandkasten, Wipptier, Bank. Der städtische Fachbereich Grünanlagen und Forst plant eine Neugestaltung. Vorgeschaltet wurde ein Ortstermin mit Ideenbörse. Bei Salzgebäck, Wasser und Saftschorle entspann sich über gut zwei Stunden eine lebhafte Diskussion. Dieter Merget von der Ingenieurgesellschaft Friedrich (Taunusstein) stellte das Projekt vor, das – nach dem Weg durch die städtischen Instanzen – frühestens im Sommer/Herbst 2016 realisiert wird.

Ihre größte Angst – bei aller Freude über die Frischzellenkur – formulierten die Bürger gleich zu Beginn. Die Fläche dürfe auf keinen Fall so gestaltet werden, dass dies von Rowdys als Einladung zu noch mehr wilden Partys missverstanden werden könnte. Die Situation „Auf dem Brühl“ sei schon schlimm genug. Regelmäßig müsse man die Polizei rufen, um betrunkene Jugendlichen zu disziplinieren. Nicht nur Flaschen würden zertrümmert, vielmehr seien auch Drogen im Spiel. „Es gibt Wochen, in denen muss ich jeden Morgen die Scherben in meinem Garten zusammensuchen“, klagte eine Anwohnerin geradezu entnervt. „Das muss besser überwacht werden. Es muss bitte eine Lösung geben.“ Merget und die beim Ortstermin vertretenen Mitarbeiter der Stadt versprachen, diesen dringlichen Wunsch „mit in die Verwaltung“ zu nehmen.

Von fast 30 Wünschen der Bürger blieben am Ende nur wenige übrig. Vielen Ideen stehen rechtlichen Bedenken oder Sicherheitsfragen im Weg. Zum Beispiel ist noch offen, ob die Unfallkasse, die bei Schäden und Verletzungen für die Stadt einspringt, einer Vergrößerung oder Verlegung des bestehenden Spielplatzes wegen seiner gefährlichen Nähe zur Rodau zustimmen wird. Ebenfalls noch fraglich: Wie viel Geld kann die Stadt in das Vorhaben stecken?

Kerb in Hainhausen

Trotz vieler Fragezeichen sollen folgende Aspekte in das Projekt einfließen:

  • Der bestehende Spielplatz wird ergänzt durch ein multifunktionales Spielgerät, das Klettern, Hüpfen, Verstecken und mehr erlaubt.
  • Auf der Grünfläche soll aus großen Steinen, Baumstämmen und anderem Naturmaterial eine Balancierstrecke entstehen.
  • An der Burgstraße soll es eine Sitzecke geben.
  • Das Gelände wird teils aufgefüllt, damit die störenden Kanalschächte nicht mehr so weit aus der Wiese herausragen.
  • Für Hunde wird ein Zugang zur Rodau geschaffen (Hundebadestrand).
  • Es werden Stationen aufgestellt mit HundekotbeutelSpendern und Abfalleimern.
  • Zusätzlich gepflanzte Bäume und Büsche sollen mehr Schatten spenden als bisher. (bp)

Quelle: op-online.de

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