Auf dem Gelände des früheren Feuerwehrhauses

Johanniter bauen Wohnanlage in Nieder-Roden 

+
So stellen sich die Architekten die beiden Johanniter-Neubauten an der Friedensstraße vor. Die Baugenehmigung ist jetzt da.

Nieder-Roden - Die Bagger können kommen: Für die Wohnanlage der Johanniter am alten Friedhof Nieder-Roden liegt jetzt die Baugenehmigung vor. Der erste Spatenstich geht am Freitag, 15. April, um 14 Uhr über die Bühne.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) will an der Friedensstraße 48 barrierefreie Wohnungen in zwei Gebäuden errichten. Sie rechnen mit Kosten von 8,5 Millionen Euro und einer Bauzeit von einem Jahr. Den Bebauungsplan und einen Vertrag mit der JUH hatten die Stadtverordneten am 14. Dezember einstimmig beschlossen. „Mit Erteilung der Baugenehmigung kann das Projekt jetzt in die Tat umgesetzt werden. Auch das Grundstückskaufgeschäft zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Stadt Rodgau ist nun wirksam“, sagt JUH-Regionalvorstand Sven Korsch. Die Johanniter haben das Baugrundstück (2 600 Quadratmeter) für rund 918. 000 Euro von der Stadt gekauft. Dabei handelt es sich um das Gelände des früheren Feuerwehrhauses und den größten Teil des Platzes vor dem alten Friedhof.

Auch ein Stück der Ahornstraße wechselte den Besitzer. Anstelle der Straße führt künftig ein Rad- und Fußweg zwischen den beiden Häusern durch. „Unsere Wohnanlage soll den Stadtteil bereichern und auch für die Bürger von Nieder-Roden Treffpunkt und Ort zum Verweilen werden“, wirbt Dr. Karsten Falk, der im Johanniter-Landesverband den Bereich Betreutes Wohnen leitet. Es gebe bereits viele Mietinteressenten. Die 48 Wohnungen haben unterschiedliche Größen von 54 bis 104 Quadratmeter. Sie sind barrierefrei und per Aufzug zu erreichen. So kann man sich auch mit dem Rollator oder Rollstuhl darin gut bewegen. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Loggia. Das dritte Obergeschoss ist leicht zurückgesetzt, damit die Gebäude von der Straße her nicht zu massiv wirken.

Zu den Häusern gehören Parkplätze für 28 Autos, die teilweise auch zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss, ein Gesundheits- und Fitnessbereich sowie ein Quartiersplatz, durch den der Ahornweg verläuft, bieten den Bewohnern Möglichkeiten zur Begegnung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Wohnungen sind eigenständig, das heißt die Bewohner versorgen sich selbst. Wer in einer betreuten Wohnanlage wohnt, möchte so lange wie möglich selbstbestimmt leben. Brauchen die Bewohner doch einmal Hilfe oder einen Rat, steht täglich ein Ansprechpartner vor Ort bereit. Er beantwortet Fragen, organisiert Gemeinschaftsangebote, vermittelt bei Bedarf aber auch Fahrdienste, einen Menüservice oder einen ambulanten Pflegedienst. Ein Qualitäts- und Sicherheitsmerkmal der Anlage ist der Hausnotruf, an den jede Wohnung angeschlossen wird. Darüber können die Bewohner im Notfall Hilfe anfordern, zum Beispiel nach einem Sturz.

Für alle offen: Sebastian Herkner baut für IMM rundes Haus

Bei einer Infoveranstaltung im März vergangenen Jahres stieß informierten sich etwa 100 Personen über das Bauvorhaben, unter ihnen auch etliche Anwohner. 20 Zuhörer signalisierten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt konkretes Interesse am „Wohnen mit Service“. (eh)

Quelle: op-online.de

Kommentare