Anwohner der Ludwigstraße gefrustet

Kampf mit den Falschparkern

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Falschparker in der Einfahrt an der Jügesheimer Ludwigstraße.

Jügesheim - Der Park-Ärger in der Ludwigstraße ist noch größer als gedacht. Nach unserem gestrigen Bericht über eine zugestellte Einfahrt Höhe Immobilien Junker meldeten sich Anwohner aus dem Umfeld der Bücherei.

Dort verursachen Kunden, die Bücher holen oder abgeben wollen, mit ihren Autos reichlich Frust unter Anwohnern. Einer von ihnen klagt: „Meine Einfahrt wird regelmäßig zugestellt. Am Tag höre ich fünf- bis zehnmal die Ausrede: ,Ich bring’ ja nur ein paar Bücher weg'."

Hart trifft es die Betreiber der Kristall-Reinigung. Ihr Geschäft leidet unter den Parkverstößen nicht nur der Büchereibesucher, sondern auch der diversen Anlieferer und Paketboten mit ihren Kleintransportern.

Ordnungsdezernent Michael Schüßler bedauert die Situation. Zugleich widerspricht er dem Gerücht, die Stadt habe beim Bau der Bücherei keine Parkplätze ausgewiesen und trage deshalb eine Mitschuld. Die Bücherei ist integriert in ein Gebäude mit städtischen Sozialwohnungen. „Von Anfang an haben wir im Erdgeschoss, wo jetzt die Bücherei ist, eine gewerbliche Nutzung im Bauantrag angemeldet. Und für die haben wir natürlich auch Stellplätze nachgewiesen“, erläutert der Dezernent.

Büchereiparkplätze seien im Hof vor dem Gebäude ausgewiesen. Wenn dort besetzt sei, weil auch Mieter der Wohnungen dort ihr Auto abstellen, müssten Büchereikunden eben „auf den öffentlichen Verkehrsraum ausweichen“. Stellplätze sind zum Beispiel etwa 200 Meter entfernt auf dem früheren Feuerwehrplatz vorhanden.

Im Übrigen gehe die Stadt gegen Falschparker immer härter vor. Seit 2008 habe sich die Zahl der wegen Parkverstößen verteilten Knöllchen von 3200 auf mehr als 9000 fast verdreifacht. (bp)

Einfallsreich oder schlicht gelogen

Quelle: op-online.de

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