Hauptverkehrsstraßen weiter 50 km/h

Kein Tempolimit auf der B 45 in Rodgau

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Rodgau - Auf den Hauptverkehrsstraßen in der Stadt wird es vorerst kein Tempolimit von 30 km/h von 22 bis 6 Uhr geben. Auch wird der Magistrat nicht mit Hessen Mobil wegen einer Verkehrszählung und einer permanenten Lärmmessung an der B45 verhandeln.

Die CDU-Fraktion konnte für ihren Antrag in dieser Sache an die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend keine Mehrheit erzielen, auch wenn „Zusammen mit Bürgern“ und der Stadtverordnete der Linken mitstimmten. Die Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern verhinderte das Ansinnen.

Zuvor hatte Lars Neumann für die Union vergeblich geworben: „Wir fordern nichts, was nicht jeder unterschreiben könnte. Der Verkehr auf der B45 ist signifikant gestiegen. Selbst die kleinste Lärmminderung würde sich lohnen.“ Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP) und später auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) verwiesen darauf, dass die von der CDU gewünschte Lärmmessung aufgrund gesetzlicher Vorgaben ein untaugliches Instrument sei, um in die Verhandlungen mit Hessen Mobil zu gehen. Denn vorgeschrieben sei eine rein rechnerische Ermittlung der Lärmwerte, basierend auf der Verkehrsdatenbasis Frankfurt/Rhein-Main. Dass deren Rodgauer Zahlen aus dem Jahr 2010 stammten und mithin veraltet seien, spiele dabei leider keine Rolle. Im Übrigen habe Hessen Mobil auf Anfrage des Magistrats erst kürzlich mitgeteilt, man sehe keinen Änderungsbedarf. Ein Tempolimit von 100 auf der B45 sei nicht angebracht und die Lärmwerte lägen in den vorgeschriebenen Grenzen.

Schüßler argumentierte ferner, Ziel müsse sein, ein mit allen Kommunen im Landkreis Offenbach abgestimmtes Lärmkonzept auszuarbeiten: eine „kommunale Allianz gegen Lärm“. Für die CDU lobte Fraktions-Chef Clemens Jäger diese Idee ausdrücklich. „Nur die Folgerung, wegen dem großen Ganzen das zu unterlassen, was schon jetzt gemacht werden könnte, ist falsch.“ Man solle „einfach mal messen“, auch um die alten Zahlen von Hessen Mobil zu entkräften.

bp

Quelle: op-online.de

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