Kooperation will Eltern entlasten

Nach Streik: Geld zurück?

Rodgau - Nach dem vorläufigen Ende des Kita-Streiks will das Rodgauer Regierungsbündnis den Eltern der städtischen Kindertageseinrichtungen die Gebühren für einen Monat erstatten.

Die Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern kündigte gestern einen Antrag zur Stadtverordnetenversammlung am 13. Juli an. Demnach soll die Stadt nicht nur das Essensgeld zurückzahlen, sondern auch die Betreuungsgebühr für Kleinkindgruppe (U 3) und Kinderhort.  „Natürlich ist uns bekannt, dass die Stadt nicht zur Erstattung der anfallenden Kosten verpflichtet ist“, schreibt FDP-Fraktionschef Heino Reckließ für die Kooperation. Der Antrag sei ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen: „Es nützt uns, der Stadt und den Eltern wenig, wenn wir alle miteinander in Unfrieden über einen von uns nicht beeinflussbaren Tatbestand leben müssen.“

Bereits 2009 hatte die Stadt nach einem Erzieherinnenstreik aus Kulanz sowohl die Essensbeiträge als auch die damals noch erhobenen Kitagebühren zurückgezahlt. Die von der Kooperation gewünschte Rückzahlung würde die Stadt rund 80 .000 Euro kosten. Während des Streiks waren allerdings auch die Personalausgaben geringer. Jeder Streiktag entlastete die Stadtkasse um 25.000 bis 30. 000 Euro. Rodgau schreibt seit Jahren rote Zahlen. In diesem Jahr liegt das Haushaltsdefizit bei 1,5 Millionen Euro. Die Kommunalaufsicht hat der Stadt deshalb jede neue freiwillige Leistung untersagt.

Bilder: Erzieherinnen demonstrieren in Rodgau

(eh)

Quelle: op-online.de

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