Heftige Kritik

FDP: ZmB betrügt die Wähler

Rodgau - Mit beißender Kritik reagiert die FDP auf den Vorwurf des Wahlvereins „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB), der FDP-Stadtrat Michael Schüßler lasse sich für die FDP-Kommunalwahlliste zwar plakativ aufstellen, wolle sein Amt als Stadtverordneter aber gar nicht antreten.

Die „Stammtischpartei“ ZmB solle sich besser ihrer eigenen Vergangenheit erinnern, rät der Fraktionsvorsitzende Heino Reckließ. „Haben wir hier doch den Alois-Schwab-Wahlverein – nur ohne Alois Schwab. “ Nur mit der Popularität des Ex-Bürgermeisters habe ZmB so viele Stimmen holen können. Der Hoffnungsträger Schwab, dem die Bürger die mit Abstand meisten Stimmen an ZmB übertrugen, habe „die Last des Mandats“ aber nicht lange ausgehalten, „legte es nieder und ward nicht mehr gesehen. Nach dem eigenen Verständnis von ZmB also ein klarer Betrug der Wähler“, führt Reckließ an.

Am Wahlverein lässt er kein gutes Haar. So sei ZmB in der letzten Legislaturperiode letztlich nur durch „die Schnüffelei im EDV-System der Stadtverwaltung“ aufgefallen. Der daraus resultierende Antrag zum Datenschutz sei dann ohne Quellenangabe bei einer FDP-Fraktion in Nordrhein-Westfalen abgekupfert und nach Enttarnung als Plagiat „schamvoll zurückgezogen“ worden.

Auch behaupte der Verein auf seiner Homepage in der Haushaltsrede des Mitglieds Otto Mälzer, die Stadt habe zur Haushaltskonsolidierung die Straßenbeleuchtung für 2,9 Millionen Euro an die Stadtwerke verkauft. „Glatt gelogen“, so Reckließ. „Die Straßenbeleuchtung befindet sich nach wie vor im Besitz der Stadt Rodgau.“ Die Stadtwerke erledigen gegen Gebühr die Wartung für die Stadt. Die FDP stehe zur Nominierung ihres Parteivorsitzenden und Ersten Stadtrats Michael Schüßler. „Wir wollen die Politik in Rodgau weiterhin positiv gestalten“, so Reckließ. „Wir nutzen natürlich dazu auch die Bekanntheit und das gute, weit über Rodgau strahlende Image unseres Stadtrats.“

Bürgermeister und Landräte aus der Region

bp

Quelle: op-online.de

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