Kommunalwahl in Rodgau

Neue Köpfe in der CDU

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Das neue Führungsteam der CDU Rodgau (von links): Olaf Burmeister-Salg, Elke Tomala-Brümmer, Bernhard von der Au, Elisabeth Schütz, Ewald Simon, Margit Müller-Ollech, Max Breitenbach, Hildegard Ripper, Vanessa Koller, Renate Seib, Peter Petrat, Fraktionschef Clemens Jäger.

Rodgau - Mit vielen neuen Gesichtern tritt die CDU zur Kommunalwahl im März an. 25 der 48 Kandidaten stehen erstmals auf der Liste, fünf von ihnen sind nicht in der Partei. Auch in ihrem Vorstand setzt die CDU Rodgau neue personelle Akzente. Von Ekkehard Wolf 

18 Frauen und 30 Männer kandidieren für die Union zur Stadtverordnetenversammlung. Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes segnete den Listenvorschlag am Donnerstag mit großer Mehrheit und unverändert ab. Diese Geschlossenheit bewertet Vize-Kreisvorsitzende Claudia Jäger als „tolles Startsignal für den Kommunalwahlkampf“.

Auf den ersten 13 Plätzen (so viele Stadtverordnete hat die CDU derzeit) finden sich vier neue Bewerber, drei von ihnen sind noch keine 30 Jahre alt. Die jüngste Kandidatin auf der CDU-Liste feiert demnächst ihren 19. Geburtstag. „Es ist ein sehr moderne, sehr junge und sehr ausgewogene Liste“, sagte Lars Neumann vom Wahlvorbereitungsausschuss. Die Platzierung der Kandidaten berücksichtige nicht nur die Größe der Stadtteile, sondern auch die Zahl der Parteimitglieder und das CDU-Ergebnis bei der letzten Wahl.

Mit dem frischen Kandidatenmix rechnet sich die CDU-Stadtvorsitzende Margit Müller-Ollech gute Chancen bei der Kommunalwahl aus. Es handele sich um „eine Liste, wie wir sie lange nicht bieten konnten, mit vielen jungen und erfahrenen Gesichtern“. Fraktionsvorsitzender Clemens Jäger erwartet, dass die Partei nach dem 6. März wieder stärker im Rathaus vertreten ist. 22 CDU-Sitze wie 2006 seien wohl nicht zu erwarten, „aber irgendwo zwischen 13 und 22 ist es lohnenswert, für mehr CDU in dieser Stadt zu kämpfen“.

Derzeit regiere im Rathaus ein buntes Bündnis aus „vier Partnern, die nicht zusammenpassen“, sagte Jäger. Anhand von vier Sachthemen grenzte er die politischen Ziele der CDU klar von denen der Kooperation ab. Beispiel Baugebiete: Trotz des Wohnungsmangels in der Region habe sich die Kooperation mehr als ein Jahr Zeit gelassen, um einen Grundsatzbeschluss zu fassen. Statt kleine Flächen schnell zu entwickeln, wolle man ohne Rücksicht auf die Kosten zwischen Jügesheim und Hainhausen einen neuen Stadtteil aus dem Boden stampfen. Jäger: „Wir wollen keine zweite Chinesische Mauer, wir wollen auch keine Wohnblocks, die halb so hoch sind.“ Als weitere Themen fürs Wahlprogramm nannte er unter anderem das Zentrum Jügesheim, die Rodgau-Ringstraße, die Baumängel in der Ludwigstraße 58 bis 60, die Gebührenüberschüsse bei den Stadtwerken und die Zukunft der Ortsbeiräte.

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Nicht nur die Kandidatenliste, auch der Vorstand der CDU Rodgau wird jünger und weiblicher. Mit Vanessa Koller (25), Max Breitenbach (24) und Peter Petrat (29) ist die Generation U 30 nun mit drei Köpfen vertreten. Vorsitzende Margit Müller-Ollech, mit 62:13 Stimmen im Amt bestätigt, hat nun zwei Frauen als Stellvertreterinnen: Vanessa Koller und die frühere Erste Stadträtin Hildegard Ripper. Schriftführer Max Breitenbach und Schatzmeisterin Renate Seib wurden wiedergewählt. Die höchste Stimmenzahl der sieben Beisitzer erhielt Peter Petrat vor Bernhard von der Au, Elisabeth Schütz, Olaf Burmeister-Salg, Ewald Simon, Stefan Henn und Elke Tomala-Brümmer.

Die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes ist auch Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl. Die nächsten Plätze belegen Fraktionsvorsitzender Clemens Jäger, die CDU-Ortsvorsitzenden Heiko Lautenschläger (Mitte) und Anette Schweikart-Paul (Weiskirchen) sowie Max Breitenbach, der Vorsitzende der Jungen Union. Platz 6 belegt die neue Kandidatin Dr. Barbara Lamprecht, die kein CDU-Mitglied ist. Nieder-Rodens CDU-Ortsvorsitzender Lars Neumann kandidiert erst als Nummer 8. Der Verlierer der Bürgermeisterwahl, Olaf Burmeister-Salg, steht nicht auf der Liste.

Die einzige kritische Anmerkung kam von Madeleine Henkel: „Wie kann es möglich sein, dass jemand, der nicht in der CDU ist, auf einem gesicherten Listenplatz ist?“ Clemens Jäger entgegnete, die Partei müsse dankbar für neue Mitstreiter sein. Auch Ehrenbürger Willy Purm (†) sei bei seiner ersten Kandidatur noch parteilos gewesen: „Später war er ein Aushängeschild der CDU.“

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Quelle: op-online.de

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