Künftige Parlamentsmehrheit ist ihm zu unsicher

Kulturdezernent Werner Kremeier hört auf

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Der ehrenamtliche Kulturdezernent Werner Kremeier (Grüne) hört nach vier Jahren auf.

Rodgau - Der ehrenamtliche Kulturdezernent Werner Kremeier gibt sein Amt nach vier Jahren auf. Er werde nicht mehr für den Magistrat kandidieren, kündigte er gestern an.

Kremeier zieht damit die Konsequenz aus dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 6. März: „Nach aktuellem Stand wird im Parlament keine feste Mehrheit gebildet. Eine Dezernatszuweisung und deren Fortbestehen wäre aus meiner Sicht sehr stark den sich entwickelnden Mehrheitsverhältnissen ausgeliefert.“ In dieser Situation sehe er „zu wenig Perspektiven für eine langfristige Weiterarbeit“, teilt er mit. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) hatte den Grünen-Politiker im März 2012 zum Kulturdezernenten berufen. Der ehrenamtliche Stadtrat leitete das Kulturdezernat für eine Aufwandsentschädigung von rund 500 Euro im Monat.

In Kremeiers Amtszeit entwickelte sich die „Rodgauer Art“ zu einer regional beachteten Kunstausstellung. Die „Jugend-Art“ mit ebenfalls hohem Qualitätsanspruch wurde neu etabliert. Die Verleihung des Kulturpreises wurde ein gesellschaftliches Ereignis. Die Vorstellungen der städtischen Theaterreihe sind zu 93 Prozent ausgelastet. Auch nach dem Ende seiner Zeit als Kulturdezernent bleibt Werner Kremeier der Politik erhalten. Er ist Stadtverordneter und örtlicher Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Mehr über die jüngsten politischen Entwicklungen in Rodgau am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe der Offenbach-Post.

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eh

Quelle: op-online.de

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