„Rodgau-Meile“ alle zwei Jahre

Kunst und Kommerz

+
Die „Rodgau-Meile“ soll auch den Puiseauxplatz beleben. Ihren Beitrag dazu haben bereits Kita-Kinder mit diesen hölzernen Skulpturen geleistet.

Nieder-Roden - Verbindungen zwischen Kunst und Geschäft will eine neue Veranstaltung schaffen: die „Rodgau-Meile“. Sie hat am Wochenende 30./31. Mai in Nieder-Roden Premiere.

Eine Meile aus Kunstwerken unter freiem Himmel soll den Altort und den Puiseauxplatz miteinander verbinden. Für diese Idee hat Künstler Karl-Heinz Kalbhenn mehrere Mitstreiter begeistert: den Förderverein Rodgau GHD, die Werbegemeinschaft IG Puiseauxplatz und die städtische Wirtschaftsförderung. Wenn die „Rodgau-Meile“ auch beim Publikum ankommt, soll sie künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit der Autoschau stattfinden.

Einzelhändler, Gastronomen, Künstler und Vereine präsentieren sich am letzten Mai-Wochenende auf einer 800 Meter langen Flaniermeile. Sie erstreckt sich von der katholischen Kirche St. Matthias unter der S-Bahn hindurch über den Puiseauxplatz bis zur Oberen Marktstraße.

Das Straßenfest ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln optimal zu erreichen. Mit der S-Bahn oder der Buslinie 99 gelangt man mitten hinein. Zwei Schwerpunkte bilden die Enden der Meile. Auf dem Puiseauxplatz präsentieren sich 30 Einzelhändler aus Rodgau und Umgebung.

Der Kirchplatz an der Turmstraße wird zum Zentrum der Vereine. Ein buntes Programm auf zwei Bühnen lädt zum Verweilen ein. Abgerundet wird das Angebot durch einen langen Einkaufssamstag und einen verkaufsoffenen Sonntag mit Schwerpunkt am Puiseauxplatz.

Vielfalt und buntes Treiben

Das Thema „Kunstmeile“ als verbindendes Element soll den Charakter der beiden Tage prägen. Künstler aus der Kulturregion Rhein-Main sorgen mit ihrer Vielfalt für ein buntes Treiben entlang der Strecke. Kindergartenkinder gestalten in einem Kunstprojekt den Weg an der S-Bahn.

Für das leibliche Wohl sorgen sowohl die Gastronomie vor Ort als auch mobile Essensstände und die Vereine. Am Samstag, 30. Mai, öffnet zudem die „Singbar“ der Polyhymnia im Sozialzentrum.

Die „Rodgau-Meile“ solle Trennendes überwinden, betont Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Die öffentliche Meinung in Nieder-Roden sehe den Altort und den Puiseauxplatz oft als Gegensätze an. Wichtig seien jedoch die Verbindung und der Austausch zwischen beiden Zentren. Der Charme Rodgaus liege in der lebendigen Vielfalt. Dies werde sich auch auf der „Rodgau-Meile“ zeigen.

Mit dem zweitägigen Straßenfest wollen die Initiatoren auch eine identitätsstiftende Veranstaltung für Nieder-Roden etablieren. Die Wirtschaftsförderung unterstütze den Wunsch aus Nieder-Roden, vor Ort etwas Besonderes auf die Beine zu stellen, sagt Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze. Das Ereignis solle jedoch über den Stadtteil hinaus ausstrahlen - daher der Name „Rodgau-Meile“. Festbetrieb ist am Samstag, 30. Mai, von 16 bis 21 Uhr und am Sonntag, 31. Mai, von 11 bis 18 Uhr. Bereits um 10 Uhr feiert die evangelische Kirchengemeinde einen Freiluft-Gottesdienst auf dem Puiseauxplatz.

Die „Rodgau-Meile“ sei für jede Unterstützung dankbar, sagt Karl-Heinz Kalbhenn: „Auf unseren Werbeträgern ist auch noch Platz für weitere Sponsoren.“ Firmen, Künstler und Vereine, die an der Rodgau-Meile teilnehmen möchten, können sich unter rodgaumeile@open-air-galerie.eu anmelden. Kunst im öffentlichen Raum bleibt weiterhin das große Anliegen Kalbhenns. Vor der Zukunft ist dem umtriebigen Künstler nicht bange: „Die Ideen gehen mir so schnell nicht aus.“  

eh

Quelle: op-online.de

Kommentare