Einzigartig in der Region: Ausstellung „Naturkultur“

Kunstwerke säumen Waldwege in Nieder-Roden

Nieder-Roden - Ein Zusammenspiel von Kunst und Natur verspricht die Ausstellung „Naturkultur“ vom 3. bis 30. Juli im Staatsforst bei Nieder-Roden. Diese Ausstellung ist in der Region einzigartig. Sie findet zum fünften Mal statt. Mit 33 Künstlern und Projekten ist ein neuer Rekord erreicht.

Auf einem Rundweg von 1,8 Kilometern sind die Arbeiten der Künstler und Projektgruppen zu sehen. Viele Kunstwerke und Objekte haben einen Bezug zur Natur. Auch politische und gesellschaftskritische Themen kommen nicht zu kurz. Dazu zählen etwa Umwelt-, Naturschutz und Menschenrechte. Vier Wochen lang bleiben die Arbeiten stehen. Sie sind der Natur und dem Wetter ausgesetzt. Die Ausstellung ist jederzeit frei zugänglich. Der Waldkunstpfad bietet eine Gelegenheit, Natur, Wald und Kunst aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel auf sich wirken zu lassen. Die Freiluftschau bietet viele künstlerische und philosophische Anregungen. Sie lädt zum Betrachten, Nachdenken und Meditieren ein. Auf Schrifttafeln präsentiert jeder Künstler seine Gedanken zum Objekt.

Initiator der „Naturkultur“ ist Gerd Steinle, der 2007 mit dem Kulturpreis der Stadt Rodgau ausgezeichnet wurde. Das Forstamt Langen unterstützt ihn. Die Ausstellung hat ihre eigene Philosophie. Dazu gehört die Rücksicht auf die Natur. Zur Vernissage am Sonntag, 3. Juli, um 14 Uhr gibt es deshalb weder Speisen noch Getränke, sondern nur Ansprachen und Musik. Während der vierwöchigen Ausstellungsdauer finden drei Führungen statt: am Sonntag, 10. Juli, um 14 Uhr, am Sonntag, 17. Juli, um 17 Uhr und am Samstag, 23. Juli, um 15 Uhr. An der ersten Führung wirken die Künstler Gerd Steinle und Friedhelm Meinaß sowie Waldpädagogin Iris Husermann von Hessen-Forst mit. Die beiden anderen Führungen leitet der städtische Kulturdezernent Winno Sahm.

„Platz im Leben“ heißt ein Projekt von Joachim Harbut, dessen Ergebnisse am Waldkunstpfad zu sehen sind. Ein anderes Projekt erinnert an den verstorbenen Künstler Frank Unrein (1956 - 2015) aus Dudenhofen. Auch Bruno Röcken, ein Schüler von Gerd Steinle, ist mit einem Projekt auf der Ausstellung vertreten. Kinder- und Jugendgruppen der Geschwister-Scholl-Schule, der Jugendkunstschule Offenbach, des Waldkindergartens „Die Wühlmäuse“ und der Werkstätten Hainbachtal stellen ebenfalls aus.

Als Künstler wirken mit: Maria Aßmann, Sylvia Baumer, Jörg Böhme, Ilse Dreher, Manfred Dreimann, Wolfgang Eckhardt, Thorsten Fischer, Karl Heinz Geyer, Klaus-Jürgen Guth, Melina Hermsen, Harald Hertel, Klaus Kiefer, Karin Kraft, Alois Linduschka, Reinhold Mehling, Freddie Meinass, Matthias Meissner, Manfred Minten, Wolf Münninghoff, Irene Rekus, Christine Rowland, Sonja Schilling, Annelie Schnack, Martina Schoder, Lothar Steckenreiter, Gerd Steinle, Angelika Ullrich, Silvia Wenzel und Gilbert Witte. (eh)

Quelle: op-online.de

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