Großinvestoren nicht blind vertrauen

Linke wollen jährlich drei Millionen für sozialen Wohnungsbau

Rodgau - Die Fraktion Die Linke fordert in einer Pressemitteilung, die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft schnellstmöglich zu realisieren.

Als finanzieller Grundstock, so der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Schönberg, sollten sämtliche städtische Liegenschaften (auch das Rathaus) eingebracht werden. Bürger könnten sich durch den Kauf von Anteilsscheinen zu einem festen Zinssatz beteiligen. Bei der Ausweisung neuer Baugebiete verlangt die Linksfraktion, dass 30 Prozent der Wohnbaufläche für preiswertes Wohnen reserviert werden. Dies solle auch für private Investoren gelten. Zur Finanzierung sollten jährlich drei Millionen Euro in den Haushalt eingestellt werden. In einem städtebaulichen Wettbewerb sollten Konzepte für alternatives und preiswertes Wohnen in Zusammenarbeit mit den umliegenden Hochschulen erstellt werden. Ein Gesamtkonzept für das anstehende Baugebiet zwischen Hainhausen und Jügesheim könne nur mit Parlament und Bürgerschaft beschlossen werden. Eine einseitige Ausrichtung dieses Baugebietes nach den Interessen einzelner Investoren sei abzulehnen.

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Negative Erfahrungen (Medicum-Desaster Nieder-Roden) zeigten, dass man einzelnen Investoren nicht blind vertrauen dürfe, wie die Kooperation dies meist befürworte. Investoren wie etwa die von Bürgermeister Jürgen Hoffmann favorisierte Wohnungsbaugesellschaft ABG aus Frankfurt würden die Bauflächen „ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse eines günstigen und sozialen Wohnungsbaus nutzen“. 

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bp

Quelle: op-online.de

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