Umleitung über Ostring und Rathenaustraße

Ludwigstraße ab Montag gesperrt

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Hier wird die Ludwigstraße nächste Woche aufgerissen.

Jügesheim - Die Jügesheimer Ortsdurchfahrt wird für die nächsten sechs Wochen zum Nadelöhr. An zwei Stellen wird die Ludwigstraße aufgebaggert, um dickere Kanalrohre zu verlegen.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 27. Juli. Autofahrer müssen einen Umweg über Ostring und Rathenaustraße fahren. Diese beiden Abschnitte sind betroffen:

  • Ludwigstraße zwischen Gratian-Grimm-Straße und Hochstädter Straße vom 27. Juli bis zum 16. August.
  • Ludwigstraße zwischen Nordring und dem alten Friedhof vom 17. August bis zum 4. September.

Die Stadtwerke haben die Bauarbeiten bewusst in die Sommerferien gelegt, um die verkehrsärmere Urlaubszeit auszunutzen. Dennoch ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Immerhin ist die Ludwigstraße eine der Hauptstraßen um Stadtgebiet. Seit Montag gilt ein Haltverbot an der Umleitungsstrecke im Ostring. Anwohner und Berufspendler können ihre Autos nicht mehr am Straßenrand abstellen. Das erhöht den Parkdruck auf die umliegenden Straßen.

Die Umleitung im ersten Bauabschnitt verläuft über Gratian-Grimm-Straße, Ostring und Nordring. Die Buslinie OF-42 fährt einen anderen Weg: von der Eisenbahnstraße in die Landwehrstraße und dann in den Ostring. Der Stadtbus hält weder an der Rodgau-Passage noch an der Hochstädter Straße. Ersatzhaltestellen werden vor dem Haus Ostring 24 und gegenüber eingerichtet. Der Hauptkanal in der Ludwigstraße dürfte mehr als 60 Jahre alt sein. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass er um 1950 gebaut wurde. Exakte Baudaten liegen nicht mehr vor.

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Nicht das Alter, sondern der Querschnitt ist das Problem. Die Rohre sind zu dünn, um das Abwasser auch bei starkem Regen sicher abzuleiten. Die Berechnungen für den Generalentwässerungsplan hatten vor Jahren eine Anzahl an Engstellen ergeben, die seither je nach Dringlichkeit beseitigt werden. Die Fachleute sprechen von einer hydraulischen Optimierung. In der Ludwigstraße werden zunächst 80 Meter Kanalrohr mit 50 Zentimetern Durchmesser verlegt, im zweiten Bauabschnitt 86 Meter mit einem Durchschnitt von 40 Zentimetern. Da der Austausch der Leitungen schon länger absehbar war, wurden die beiden Abschnitte bei der Inline-Sanierung in den Jahren 2010 und 2012 ausgespart.

Die Höhe der Rückstauebene verändert sich durch die neuen Rohre nicht. Sie entspricht auch künftig der Straßenoberfläche. Neben dem Kanalaustausch sind keine weiteren Bauarbeiten vorgesehen. Die Trinkwasserleitung ist noch in Ordnung. Auch eine grundhafte Sanierung der Straße ist nicht geplant. Vor Beginn der Bauarbeiten haben die Stadtwerke vorsorglich eine Beweissicherung an den Gebäuden veranlasst, für den Fall, dass es zu Schäden kommt. Die voraussichtlichen Bauzeiten können sich noch verschieben. (eh)

Quelle: op-online.de

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