Nach Peru auf Galapagos-Inseln gelandet

Rodgauer seit eineinhalb Jahren auf Tour

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Das Rodgauer Paar bewundert die fantastische Kulisse der Inkastadt Machu Picchu.  

Jügesheim - Das Rodgauer Paar Manuela Gebhardt und Thomas Guthmann ist seit mehr als 517 Tagen auf Weltreise. Sie haben elf Länder bereist, 17 Flüge überstanden, 90 Stunden im Flieger und 124 Stunden im Bus zugebracht. Stolze 981 Kilometer sind sie außerdem auch gewandert.

In loser Folge berichten wir von den eindrucksvollen Touren der beiden Weltreisenden, die per Mail Grüße an ihre hessische Heimat senden. Eineinhalb Jahre ist das Paar aus Rodgau nunmehr bereits auf Weltreise (wir berichteten). Im Norden Chiles verweilten Manuela Gebhardt und Thomas Guthmann ein paar Wochen, wo Manuela auch ihr erstes Erdbeben erlebte. „Das Erdbeben hatte eine Stärke von 6.3 und war 50 km entfernt. Der Boden bebte und schwere Jeeps schaukelten hin und her wie Blätter in einer sanften Brise. Es war unglaublich zu spüren, wieviel Kraft und Energie in der Erde steckt.“ Während sie Angst hatte, lachten die Einheimischen sie nur nett an und sagten „Willkommen in Chile“, erzählt die 34-Jährige.

Seit eineinhalb Jahren sind die beiden Biologen gemeinsam unterwegs. So wie es aussieht, macht der Langzeiturlaub ihnen immer noch Spaß.

In der Wüstenregion um San Pedro de Atacama bereiteten sich die beiden auf die bevorstehenden Höhen von Bolivien und Peru vor. So erkundeten sie El Tatio – das größte Geysirfeld Südamerikas und das drittgrößte der Welt – welches auf 4280 Metern liegt. Ebenso bestiegen sie den 5600 Meter hohen Cerro Toco, den höchsten Berg, den sie bisher jemals erklommen hatten und genossen in luftiger Höhe von dessen Gipfel ein grandioses Panorama und einen ersten Blick nach Bolivien, dem nächsten Ziel ihrer Reise. Ihr weiterer Weg führte die beiden Biologen durch das Altiplano, einer Hochebene auf über 3600 Metern im Südwesten Boliviens. Eigentlich handelt es sich beim Altiplano um ein wüstenähnliches Gebiet, doch der bolivianische Winter stand vor der Tür. So machten täglich mehr als zwölf Stunden Regen zwar ein Passieren der Salar de Uyuni unmöglich, doch Thomas Guthmann war beein- druckt, weil er noch nie solch spektakuläre und intensive Gewitter erlebt hatte.

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Besuch am Ende der Welt

Im höchsten Regierungssitz (3600 Meter) der Welt in La Paz verbrachten die beiden Naturwissenschaftler zwei Tage, in denen sie die Stadt zu Fuß erkundeten. Jedoch fesselte sie das städtische Treiben nicht besonders, so dass sie am Ufer des Titikakasees nach Peru weiter reisten. Bereits auf dem Weg von Puno nach Cusco gab es viel zu entdecken, doch den Höhepunkt stellten ganz klar die alten Inkaruinen von Machu Picchu dar. Insgesamt drei Tage wandelten sie dort zwischen den Wolken und bestaunten die symbolträchtigen Gemäuer. Diese sind nicht nur ein UNESCO-Weltkulturerbe, sondern wurden auch zu einem der neuen sieben Weltwunder gewählt. Völlig zu Recht, wie das Rodgauer Paar in den kommenden Tagen immer wieder feststellten konnte.

Aktuell befinden sich die beiden im siebten Biologenhimmel und wandeln auf den Spuren von Cahrles Darwin: Sie erkunden die Galapagos-Inseln. In türkisblauem Meer entdecken sie eine farbenprächtige Unterwasserwelt. Dort konnten die beiden zum ersten Mal in ihrem Leben mit Meeresschildkröten und Haien schwimmen.

Weltreise: Günstig um die Erde fliegen

Zwischen urzeitlich anmutenden Land- und Wasserechsen beobachten sie Blaufußtölpel oder schauen Pelikanen beim Fischen zu. „Als wir in San Cristobal ankamen, empfingen uns Seehunde direkt am Stadtrand, während Fregatvögeloben in der Luft segelten und hungrig auf die heimkehrenden Fischer warteten“, berichtet Guthmann. Die Tierwelt ist dort wirklich zum Greifen nahe und allgegenwärtig auf den Galapagos-Inseln und zieht die zwei Biologen in ihren Bann.

Im Anschluss werden die beiden zurück auf das ecuadorianische Festland kehren und ihre Reise auf dem Kontinent fortsetzen. Wer die Weltreise des Paares verfolgen möchte hat dazu unter http://www.thomasguthmann.de die Möglichkeit. Wer mit den beiden Reisenden außerdem in Kontakt treten möchte, kann dies ebenfalls über ihre Homepage machen.

siw

Quelle: op-online.de

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