Wirtschaftsförderung registriert großes Interesse

Mehr Arbeitsplätze in Rodgau

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Textilhändler Christopher Spahn bleibt Jügesheim treu. Im Herbst 2014 schloss er sein Traditionsgeschäft an der Ludwigstraße, ein halbes Jahr später machte er wieder auf. „Es müsste einfach interessanter sein, im Ortskern zu bummeln, wir brauchen mehr Frequenz“, ist er überzeugt. Das Foto mit Mitarbeiterin Sandra Sag entstand im vergangenen Jahr.

Rodgau - Mehr Unternehmen, mehr Arbeitsplätze, aber nach wie vor zu wenige Einzelhändler: Die städtische Agentur für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing sieht Rodgau im Aufwind. Bürgermeister Jürgen Hoffmann stellte einen Zwischenbericht vor. Von Ekkehard Wolf

Auch Produktionsbetriebe haben sich im neuen Gewerbepark angesiedelt: Die Mitarbeiterinnen der PTG-Dienstleistungsgruppe füllen dort Markenprodukte in spezielle Verpackungen ab.

Etwa 60 Unternehmen pro Jahr fragen im Rathaus nach Möglichkeiten sich in Rodgau anzusiedeln. Vor vier Jahren waren es nur 40. Die Wirtschaftsförderung sieht darin ein großes Interesse am Standort Rodgau, obwohl nur wenige dieser Anfragen in eine Ansiedlung mündeten. Vor allem Groß- und Einzelhändler sowie Logistikbetriebe fragen an. Die Gewerbeanmeldungen und Abmeldungen der letzten Jahre zeigen eine hohe Fluktuation. Am Ende steht ein dickes Plus: Ende 2015 gab es in Rodgau fast 600 Unternehmen mehr als 2012. Dazu zählen Einmannbetriebe ebenso wie eine Logistikfirma mit ein paar hundert Mitarbeitern. Allein im VGP-Gewerbepark an der Bundesstraße 45 östlich von Dudenhofen haben sich acht Unternehmen eingemietet, wie Bürgermeister Hoffmann berichtet. Die Fläche sei voll vermietet. Mit rund 900 Arbeitsplätzen sei das „Ziel erreicht“. Auch die Entwicklung des Opel-Testcenters bedeutet zusätzliche Stellen. „Wir werden die 500 Arbeitsplätze in Kürze erreicht haben“, berichtet Bürgermeister Hoffmann.

Als Neuansiedlungen der letzten Jahre nennt Hoffmann die TKI System GmbH (aus Mainz), den Autozulieferer Aerolift Kunststoff- und Oberflächentechnik GmbH (aus Rödermark), den Möbelmarkt Spilgers Sparmaxx, die Agotrans Logistik GmbH (aus Dietzenbach) und die KTO Kabeltechnik GmbH (aus Obertshausen). Abgewandert sind unter anderem das Gewürzwerk der Kerry Ingredients GmbH und die AC-Motoren GmbH. Im örtlichen Einzelhandel hat die Wirtschaftsförderung das 2013 formulierte Ziel nicht erreicht. Ein Gutachten hatte damals nachgewiesen, dass die Einwohner Rodgaus 72 Prozent ihrer Einkäufe in der eigenen Stadt tätigen. Dieser Anteil sollte bis 2015 auf 80 Prozent steigen. Wie wenig sich auf diesem Sektor getan hat, lässt sich an den leer stehenden Läden ablesen. Eine ausführliche Version dieses Beitrags lesen Sie heute in der gedruckten Ausgabe. 

Baustelle im Gewerbegebiet

Quelle: op-online.de

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