Am 15. April

Mitglieder von TGM SV und TGS entscheiden bald über Fusion

Das Rodgau-Derby zwischen der TGM SV und der TGS könnte es bald nicht mehr geben.

Jügesheim - Drei Wochen vor der entscheidenden Abstimmung über die Verschmelzung der TGS und der TGM SV Jügesheim biegen beide Vereine in die Zielgerade ein. In der letzten TGS-Mitgliederversammlung vor dem 15. April berichtete der Vorstand über ein erfolgreiches Jahr.

Damit die Arbeit danach reibungslos weitergeht, wurde Götz Schwarz, der Vorstandssprecher der TGM SV, jetzt auch in den TGS-Vorstand gewählt. Die TGS-Vorsitzende Heide Klabers berichtete vor rund 80 Zuhörern über eine gute Entwicklung des Vereins: Die Mitgliederzahl kletterte auf rund 1900, zusätzlich kommen jede Woche rund 300 Kursteilnehmer zum Rehasport in die Halle am Ostring. 1070 der Mitglieder sind jünger als 30 Jahre. „So jung waren die Turngesellen noch nie“, sagte die Vorsitzende erfreut. Mit dem boomenden Gesundheitssport sei der Verein auch ein wertvoller Partner für Senioren.

Die Zusammenarbeit mit der TGM SV mache Laune, die gemeinsamen Projekte entwickelten sich prächtig, die Kooperation der Abteilungen habe sich gut angelassen. „Jetzt wird es Zeit, dass wir zur Abstimmung kommen“, appellierte Heide Klabers an die 1 137 wahlberechtigten Mitglieder: „So wie sich die Vereine derzeit präsentieren, schaffen wir auch die Herausforderungen der Fusion.“

Einstimmig bei zwei Enthaltungen wählten die Anwesenden Götz Schwarz in den TGS-Vorstand. Damit ist gewährleistet, dass der verschmolzene Verein bis zu den fälligen Neuwahlen mit seinem bisherigen Vorstandssprecher im ausführenden Vorstandsgremium vertreten ist. Finanziell steht die TGS gut da, wie Stefano Uslenghi (Schatzmeister) und Lothar Mark (Sponsoren, Werbung) berichteten. Mit fast 50 000 Euro verbuchte die TGS im vergangenen Jahr ihr bisher höchstes Spendenaufkommen. Die Erlöse aus Bandenwerbung und Printmedien erreichten die Rekordhöhe von 51.000 Euro.

Die Einnahmen aus dem ideellen Bereich überschritten erstmals eine Viertelmillion. Dem standen jedoch gesunkene Zuschüsse der öffentlichen Hand gegenüber (85.000 Euro). Kostenbeteiligungen und Eintrittsgelder der Veranstaltungen bleiben mit gut 50.000 Euro konstant, während die Einnahmen aus Kursen, Ferienbetreuung und Sonderprojekten stramm auf 185.000 Euro stiegen. Die TGS erntet die Früchte der Ausrichtung auf den Schwerpunkt Gesundheitssport. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb brachte 107.000 Euro ein. Das hörten die Mitglieder gerne, zumal den gestiegenen Einnahmen von 682.000 Euro gleichbleibende Kosten von 630.000 Euro gegenüberstanden. Der Überschuss droht zwar Steuerpflicht auszulösen, das nimmt der Verein aber gern in Kauf, wenn dabei die Barmittel, wie berichtet, auf 171.000 Euro anstiegen. Die Rücklage für das Stiftungskapital wurde durch das gute Ergebnis auf 160.000 Euro angehoben.

Archivbilder

TGM SV gegen TGS Jügesheim: Fotos zum Derby

In Sachen Fusion berichtete Lothar Mark von der Verschmelzungsprüfung, die Dr. Jürgen Kaufmann & Coll. (Frankfurt) vornahmen. Die Wirtschaftsprüfer attestierten beiden Vereinen einen stattlichen Verkehrswert in ihren Bilanzen. Den rund fünf Hektar Grundstücken der TGS stehen rund 1,4 Hektar von TGM SV gegenüber. Um Kosten zu sparen, übernehmen die Turngesellen in der Verschmelzung die TGM SV. Dieser Weg ist nach einhelliger Ansicht der Experten die günstigste Form des Zusammenschlusses. Mitglieder beider Vereine haben bereits beschlossen, wie der künftige gemeinsame Verein heißen soll: Jügesheimer Sport- und Kulturverein Rodgau, abgekürzt JSK. Erika Rhein wurde in der TGS-Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Sie gilt als erste Sportlerin der TGS, die für die damalige TGM Jügesheim als Läuferin an Wettkämpfen teilnahm.

eh

Quelle: op-online.de

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