Sauerei seit etwa einem Jahr

Müll-Parade an der Hauswand sorgt für Ärger

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Wer lädt an der Hauswand Stralsunder Straße 5 bis 13 immer wieder illegal Müll ab? Die Sauerei geht schon seit etwa einem Jahr so.

Weiskirchen - Schrankteile, eine alte Wäschespinne, jede Menge Abfall: Meterlang ist die Schlange aus Tüten, Säcken und allerlei Unrat, der sich vor der Hauswand an der Strahlsunderstraße 5 bis 13 gesammelt hat. Kein Wunder, dass dieser Anblick den Bewohnern missfällt. Von Simone Weil 

Und doch liegen seit einem Jahr immer wieder große Mengen Müll auf dem Bürgersteig, der kostenpflichtig abgeholt werden muss. Das stinkt den Bewohnern der Liegenschaft erst recht. Etwa 600 Euro hat die zusätzlich Abfuhr des Abfalls bereits in diesem Jahr gekostet, die auf alle Mieter umgelegt wird. Eine Eigentümerin ärgert sich so sehr, dass sie sich an die Redaktion wendet: Keiner sei zuständig, habe sie mehrfach seitens der Stadt als Auskunft bekommen.

Doch die Sache verhält sich ganz anders, wie Pressesprecherin Sabine Fischer im Rathaus herausfindet. Die großen Müllfahrzeuge können an der Strahlsunderstraße nichts abholen, weil sie das schmale Sträßchen überhaupt nicht befahren können. Vereinbart sei, dass beispielsweise Sperrmüll an einen Parkplatz gebracht werde, der in unmittelbarer Nähe liegt, erklärt sie. Bei der Hausverwaltung Zahrzewsky ist dieser Umstand längst bekannt. Sperrmüll wird an die vereinbarte Stelle gebracht oder der Hausmeister fährt immer wieder mal den Unrat ab. Aber das Problem liege ganz woanders, glaubt Kerstin Ehnert. „Wir suchen eine dauerhafte Lösung und wollen vermeiden, dass es immer wieder zu solchen illegalen Müllablagerungen kommt“, sagt die Mitarbeiterin der Hausverwaltung. Ihrer Einschätzung nach seien die Gebäude mit ausreichend Restmülltonnen versehen.

Das Dilemma: Bleibt der Müll liegen, ist das nicht nur optisch eine Zumutung für alle Bewohner, sondern der Dreck zieht auch noch Ratten und anderes Ungeziefer an. Deswegen bleibt der Hausverwaltung auch gar nichts anderes übrig, als den Müll entsorgen zu lassen. Damit in dieser Sache endlich Ruhe einkehrt, soll es bald eine Eigentümerversammlung geben, bei der die Hausverwaltung ein paar Ideen vorstellen will. Kerstin Ehnert hat sich schlau gemacht und nach Alternativen gesucht. Diese reichen vom eingezäunten Müllplatz über ein spezielles Müllmanagement-Konzept bis hin zu einer Videoüberwachung oder einem Detektiv, der mit der Überwachung beauftragt werden könnte. Die könnte endlich Klarheit schaffen, wer dort seinen Dreck ablädt.

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Quelle: op-online.de

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