Nabu schützt wilde Orchideen

Botanische Kostbarkeiten in Rodgau

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Rodgau - Wilde Orchideen gibt es nicht nur in den Tropen, sondern auch in den Wäldern um Rodgau. Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Rodgau haben eine in den Stadtgrenzen verschollene Orchideenart, das Helm-Knabenkraut (Foto, Orchis militaris), wieder entdeckt.

Experte Hans Schwarting, von dem auch das Foto stammt, kennt mindestens vier Orchideenarten im nahen Umfeld: die grünlich wirkende Breitblättrige Stendelwurz, Fuchs-Knabenkraut, das unscheinbare Netzblatt und nun noch das Helm-Knabenkraut. Diese Orchidee hat ihren Namen wegen einer helmartigen Blüte.

Die Naturschützer bedauern, dass wild wachsende Orchideen häufig ausgegraben und zuhause im Garten eingepflanzt werden. Das scheitert aber bei dieser hoch empfindlichen Pflanzengruppe, die je nach Art eine ganz bestimmte Bodenzusammensetzung benötigt. In ungeeigneten Böden können sie nicht überleben. Deshalb hält der Nabu die Standorte der schützenswerten Orchideen geheim.

Diese Tierarten sind nach Deutschland eingewandert

„Nur was man kennt, kann man schützen“, betont Ortsvorsitzender Josef Lach. Er bittet um Hilfe: Wer einen Orchideen-Standort kennt, kann ihn auf www.nabu-rodgau.de oder an hans. schwarting@t-online.de melden. Mit den Behörden möchte der Nabu den Schutz dieser botanischen Kostbarkeiten abstimmen. (eh)

Quelle: op-online.de

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